Sony bremst Apple aus und steigt bei Olympus ein
Bei Elektronikgeräten kämpft Sony gegen den Verfall. Der Musikverlag Sony /ATV ist allerdings noch immer auf Erfolgskurs. Selbst Apple kann auf ihn offenbar nicht verzichten. Um sich im Kamerabereich besser aufzustellen, ist Sony derweil beim kriselnden Konkurrenten Olympus eingestiegen.
Bei Musikrechten ist Sony nach wie vor eine große Nummer. Die Verlagstochter Sony/ATV verwaltet Songrechte von Stars wie den Beatles, Lady Gaga oder auch Michael Jackson. Erst im Sommer schluckte sie die Verlagssparte des zerschlagenen britischen Musikkonzerns EMI. Dadurch besitzt Sony/ATV ingesamt rund zwei Millionen Musikrechte. Darauf kann auch Apple nicht verzichten.
Faire Bezahlung gefordert
Apple muss sein geplantes Internet-Musikradio offenbar wegen schwieriger Rechteverhandlungen mit Sony /ATV verschieben. Dessen Chef Martin Bandier sagte der New York Times am Wochenende, dass er eine bessere Vergütung erreichen wolle. "Wir wollen den Dienst. Wir wollen nur fair bezahlt werden", erläuterte Bandier. Damit hat er gleichzeitig erstmals bestätigt, dass Apple überhaupt tatsächlich an einem solchen Streaming-Dienst arbeitet.
Einstieg bei Olympus
Neben Musik ist das Kamerageschäft die zweite gesunde Säule im japanischen Konzern. Um dass beizubehalten, ist Sony für rund 500 Millionen Euro mit rund 11,5 Prozent bei dem skandalgeschüttelten Kamera-Spezialisten Olympus eingestiegen. Als erste Konsequenz ssoll Medizintechnik-Geschäft in einem Gemeinschaftsunternehmen gebündelt werden, an dem Sony 51 Prozent hält. Zudem wollen Konkurrenten auch insgesamt stärker zusammenarbeiten. Olympus könne etwa Linsen für Objektive an Sony liefern und dafür im Gegenzug Bildsensoren erhalten.

Risiken überwiegen
Grundsätzlich ist die Kooperation mit Olympus positiv. Allerdings hat Sony dafür auch ordentlich Geld ausgegeben, sodass man abwarten muss, ab wann sich der Einstieg auch finanziell rechnet. Die Machtspiele mit Apple dürften sich in Form von relativ hohen Lizenzzahlungen auszahlen. Dennoch ist das Kerngeschäft der Heimelektronik weiter in Schieflage. Zudem ist auch bei der kriselnden Mobiltelefonsparte ist keine Besserung in Sicht und die Playstations kämpfen gegen die neue Konkurrenz der leistungsfähigen Smartphones. Insgesamt sollten Anleger daher weiter einen Bogen um Sony machen und stattdessen mit dem Mini-Short der RBS mit der WKN AA5HVS auf eine Korrektur bis sieben Euro setzen.
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