Sony: Kein Ende in Sicht
Der Sinkflug der Sony-Aktie geht unvermindert weiter. Schlechte Stimmung bei den Anlegern verursachten in der abgelaufenen Woche die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Diese waren erneut tiefrot. Die Jahresprognose wurde daraufhin gekappt.
Sony steckt weiter knietief in den roten Zahlen. Der Verlust im Ende Juni abgelaufenen ersten Quartal des Geschäftsjahres lag bei umgerechnet rund 255 Millionen Euro. Der Umsatz stieg immerhin leicht auf 15,8 Milliarden Euro. Hier muss aber berücksichtigt werden, dass die Mobiltelefon-Sparte, die vorher zur Hälfte in die Bilanz des Partners Ericssson floss, diesmal komplett berücksichtigt wurde.
Unterhaltungselektronik in der Krise
Die Sony-Zahlen demonstrieren exemplarisch die Probleme der Elektronikbranche, vor allem in Japan. Der Absatz von LCD-Geräten ging um gut ein Drittel auf 3,6 Millionen Stück zurück. Ärger bereitete auch das Spielegeschäft: Der Verkauf der in die Jahre gekommenen Konsolen Playstation 3 und Playstation Portable schwächelte. Die neue Playstation Vita startete ernüchternd und konnte die Volumenverluste der Konsolen-Kolleginnen nicht wettmachen.
Prognose gekappt
Sony kappte nach der enttäuschenden Quartalsbilanz die bisherige Jahresprognose. In dem bis Ende März laufenden aktuellen Geschäftsjahr erwartet Sony nun nur noch einen Nettogewinn von umgerechnet rund 208 Millionen Euro. Die bisherige Prognose aus dem Mai wurde damit um ein Drittel gesenkt. Auch die Umsatzprognose hat Sony gekappt. Der seit Jahren defizitäre Konzern erwartet nun nur noch einen Umsatz von 70 Milliarden Euro. Zuvor hatten die Japaner ein Jahresziel umgerechnet rund 76 Milliarden Euro ausgegeben.

Mit einem Teil auf weitere Kursverluste setzen
DER AKTIONÄR hat bereits in Ausgabe 8/12 vor den massiven Problemen bei Sony gewarnt und den japanischen Elektroriesen als Short der Woche vorgestellt. Seither hat die Aktie 37 Prozent verloren. Das damals empfohlene Zertifikat ist dagegen rund 155 Prozent im Plus. Zeit, einen Teil der Gewinne mitzunehmen. Angesichts der vielen ungelösten Probleme bei Sony sollte die Position aber nicht komplett glattgestellt werden.
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