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Sony: Kahlschag

Michael Herrmann

Allen optimistischen Aussagen des neuen Konzernchefs zum Trotz ist Sony nach wie vor in einer schweren Krise. Dies bestätigen die jüngsten Medienberichte über einen massiven Personalabbau. Das Kernproblem des Elektronikriesen wird dadurch nicht gelöst.

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Der Elektronikkonzern Sony steckt tief in den roten Zahlen. Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr wird der neue Konzernchef Kazuo Hirai zum vierten Mal in Folge von massiven Verlusten Berichten müssen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, will Hirai deshalb weltweit rund 10.000 Arbeitsplätze streichen. Das entspräche rund sechs Prozent der Gesamtbelegschaft.

Kernproblem bleibt

Der Stellabbau senkt zwar die Kosten, ändert aber nichts am eigentlichen Problem des Elektronikriesen. Der einstige japanische Vorzeigekonzern läuft der Konkurrenz seit Jahren hinterher. Die letzten erfolgreichen Innovationen liegen schon mehrere Jahre zurück. Man darf deshalb gespannt sein, ob Kazuo Hirai mehr zu bieten hat als Stellenstreichungen, wenn er an diesem Donnerstag in Tokio die Details für die neue Strategie des Konzerns vorstellen wird.

Verkaufen und shorten

DER AKTIONÄR hat bereits in Ausgabe 08/12 auf den sinkenden Stern des japanischen Elektronikriesen hingewiesen und diese Einschätzung bestätigt. Dass der neue Konzernchef massiv Stellen abbauen will, zeigt einmal mehr, wie schwer Sony in der Krise steckt. Anleger sollten weiter einen Bogen um die Aktie machen und stattdessen auf fallende Kurse setzen.

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