Sony: Auf den Spuren von Nokia?
Die Aktie von Sony ist in den vergangenen Jahren ähnlich rasant nach unten gerauscht wie die des finnischen Konkurrenten Nokia. Letzterer setzt alle Hoffnungen auf Microsoft mobiles Betriebssystem Windows Phone. Das ist offenbar auch eine Option für den japanischen Elektronikriesen.
Die Mobiltelefonbranche ist in Aufruhr. Zahlreiche ehemalige Stars wie Motorola, Nokia, Research in Motion (RIM) oder Sony kämpfen händeringend dagegen, in die Bedeutungslosigkeit zu fallen. Samsung und Apple scheffeln dagegen Milliardengewinne und bauen ihre Vorherschafft kontinuierlich aus. Nokia setzt vor allem auf eine enge Kooperation mit dem Softwareriesen Microsoft. Die jüngsten Smartphone-Flaggschiffe Lumia 920 und Lumia 820 kamen aber zumindest an der Börse nicht an. Das scheint Sony nicht abzuschrecken.
Nicht nur ein Partner
Im Gespräch mit dem britischen Mobile Magazine gab Sonys Mobil-Chef für Großbritannien und Irland Pierre Perron bekannt, dass sich Sony in Gesprächen mit Microsoft befinde. "Sonys Strategie ist eine der Offenheit. Microsoft ist bereits ein Partner auf unseren Vaio Notebooks und in unsere Tablets integriert", so Perron. Bei Smartphones bleibe zwar Google der bevorzugte Partner. Sony sei aber kein Unternehmen für einen einzigen Partner. "Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten unsere Produktstrategie mit Microsoft zu diversifizieren."
Erfolg unwahrscheinlich
Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass Sony eine Partnerschaft mit Microsoft prüft, denn Experten rechnen damit, dass Windows Phone in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen wird. Ob Sony dort besser Fuß fassen kann, ist aber fraglich. Nokia hat sich durch den frühzeitigen Fokus auf Microsoft einen wichtigen Zeitvorteil bei Windows Phone verschafft. Zudem verliert Sony auch seit dem richtigen Schwenk auf Android weiter Marktanteile im Smartphone-Markt.

Short statt Kauf
Sony wird sich auch in Zukunft schwer tun, Marktanteile auf dem Smartphone-Markt zu verteidigen, geschweige denn zu verbessern. Da Sony auch in anderen Bereichen, wie etwa im TV-Geschäft sowie mittlerweile auch bei den Spielkonsolen vor immensen Problemen steht, sollten Anleger die Aktie weiter meiden und mit dem Mini-Short der RBS mit der WKN AA5HVS auf eine Korrektur bis sieben Euro setzen.
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