Samsung und Apple im Clinch – doch wie kam es dazu?
Der südkoreanische Elektronikriese Samsung und der kalifornische iPhone-Hersteller Apple liegen im Clinch und streiten weltweit vor Gerichten um die Vorherrschaft im Smartphone-Markt. Dabei hätte es auch ganz anders kommen können.
Apple verklagt Samsung, Samsung verklagt Apple. Das Kuriose: Während beide Konzerne weltweit vor Gericht um Schadenersatz und Verkaufsstopps in Zusammenhang mit ihren mobilen Produkten klagen, sind beide auch finanziell voneinander abhängig. So gilt Samsung noch immer als der wichtigste Zulieferer für Apple.
Es hätte aber auch alles anders kommen können. So wollte Apple von Samsung Lizenzgebühren von 30 Dollar pro Smartphone und 40 Dollar pro Tablet-Computer verlangen. Die Zahlen wurden bei Verhandlungen im Oktober 2010 vorgelegt, wie aus Unterlagen zum Patentprozess der Unternehmen in Kalifornien hervorgeht, die das Blog All Things D am Wochenende veröffentlichte. Allerdings: Die Verhandlungen blieben erfolglos, in der Folge kam es zu dem Patentkrieg mit gegenseitigen Ideenklau-Vorwürfen. Ein Gericht in Kalifornien hatte Friedensgespräche angeordnet, diese blieben aber ebenso erfolglos. Nun liegt es an den Richtern, den Fall zu entscheiden. Apple will von Samsung über 2,5 Milliarden Dollar Schadenersatz.

Mit dem Flagschiff Galaxy S3 setzt Samsung seinem Rivalen schwer zu. Im zweiten Quartal konnten die Südkoreaner Schätzungen zufolge rund 50 Millionen Smartphones verkaufen - davon etwa 6,5 Millionen Mal das Galaxy S3. Samsung gibt sich damit aber nicht zufrieden. In den USA versucht der Konzern nun mit großem finanziellen Aufwand, neue Kunden zu gewinnen.
Samsung und Apple aussichtsreich
Mittel- und langfristig bietet die in Ausgabe 20 als Top-Tipp vorgestellte Samsung-Aktie aufgrund ihrer günstigen fundamentalen Bewertung weiter ausreichend Potenzial. Auch die Apple-Aktie hat noch Luft. Beide Titel sind klare Kaufkandidaten.
Mit Material von dpa-AFX
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