Steffen Eidam
Die Geschäfte bei Geberit laufen gut. Der Sanitärtechnik-Spezialist profitiert sowohl von der anziehenden Baukonjunktur als auch vom Trend einer nachhaltigen Ressourcen-Nutzung. Die AKTIONÄRS-Empfehlung dürfte den Anlegern weiter Freude bereiten.
Lange Zeit lähmte die Konjunkturkrise die globale Bautätigkeit, doch mit der Erholung der Wirtschaft kehrte auf den Baustellen wieder Leben ein. Auch bei Geberit, einem führenden Hersteller von intelligenten Sanitärtechnik-Systemen, macht der Blick in die Auftragsbücher mittlerweile wieder Freude. Die Schweizer blicken zuversichtlich auf den weiteren Geschäftsverlauf. Das dürfte den Aktienkurs weiter befeuern.
Nachhaltigkeit immer wichtiger
Der Trend zu innovativen Sanitärlösungen verstärkt sich vor allem angesichts der hohen Einsparpotenziale. Kein Wunder, dass die Geberit-Aktie in Richtung Allzeithoch marschiert. Für Firmenlenker Albert Baehny hat dies noch weitere Gründe: Zum einen ist Geberit sehr gut durch die Krise gekommen. Dabei konnten die Margen auf hohem Niveau gehalten werden und zudem weitere Investitionen getätigt werden. Darüber hinaus fielen die Neun-Monats-Resultate unter dem Strich sehr gut aus. Ein weiterer Pluspunkt war die anziehende Baukonjunktur in den Kernmärkten.
Optimistischer Ausblick
Firmenchef Baehny rechnet auch im kommenden Jahr mit einer steigen Renovationstätigkeit. Außerdem haben sich die Aussichten aufgrund der guten Entwicklung in der Schweiz, in Deutschland und Österreich, in Skandinavien und Russland sowie in Asien in den letzten Monaten deutlich verbessert. Beflügelnd für die Margen dürfte aber in erster Linie die gesunkene Steuerquote sein. Im dritten Quartal lag diese bei 14,2 Prozent, nach 24,2 Prozent vor einem Jahr. In den kommenden fünf Jahren rechnet Geberit mit einer durchschnittlichen Steuerquote von 15 Prozent, was deutlich unter den historischen Quoten im Bereich von 22 bis 23 Prozent liegt.

Luft nach oben
Seit der Empfehlung von DER AKTIONÄR (Ausgabe 38/2010) konnte die Geberit-Aktie knapp 40 Prozent zulegen und hat das alte Kursziel bereits überschritten. Angesichts der Erholung im Bau-Sektor und vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Nachhaltigkeit in der Sanitärtechnik hat die Aktie noch deutlich Potenzial. Das nächste Kursziel liegt bei 220 Euro.