Rofin-Sinar und Nokia im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II
Die Platow Börse stellt den Laser-Technologie-Konzern Rofin-Sinar Technologies ins rechte Licht. Die Euro am Sonntag ist optimistisch für den Aktienkurs von Nokia, denn sie erkennt unter anderem "positiven Pessimismus" von Analysten. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten der Platow Börse verweisen auf die wachsende Bedeutung von lasergestützten Verfahren zur Bearbeitung von Materialien. Die mittlerweile sehr hochentwickelte Technologie gebündelter Lichtstrahlen wird vor allem von der Elektronik-Industrie geschätzt, um immer kleiner Bauteile herstellen zu können. Allerdings ist die Branche für Lasertechnologie-Unternehmen sehr stark von der weltweiten Wirtschaftslage abhängig. Da sich die Konjunkturdaten für wichtige Volkswirtschaften verbessern, können solche Laser-Firmen wachsen. Der deutsch-US-amerikanische Konzern Rofin-Sinar Technologies setzt verstärkt auf das wachsende Geschäft mit Faser-Lasern (Anmerkung der Redaktion: Ein Faserlaser ist ein Festkörperlaser bei dem der Kern einer Glasfaser das aktive Medium darstellt. Die Laserstrahlung, welche durch die laseraktive Faser geleitet wird, wird dabei enorm verstärkt.). Vorstandsvorsitzender Günther Braun verweist auf kräftige Investitionen in dieses Geschäft und ist bezüglich der Branchensituation und der Aussichten für Rofin-Sinar deutlich optimistischer als noch Ende Oktober 2012. Das KGV von 15 für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2012/13 und das KUV sind angemessen. Wenn der Konzern im Geschäft mit den Faserlasern tatsächlich Marktanteile gewinnen kann, dürften Umsatz und Gewinn künftig deutlich zulegen, was höhere Bewertungen rechtfertigen würde. Anleger sollten die Aktie bis zu Notierungen von 23,05 Dollar kaufen und den Stoppkurs bei 16,90 Dollar setzen.

Die Euro am Sonntag: Nokia im Entscheidungsjahr
Nokia dürfte im vierten Quartal 2012 mit der Mobiltelefon-Sparte eine "schwarze Null" erreicht haben. Das finnische Unternehmen geht von einer operativen Marge von Null bis zwei Prozent aus, was beinahe einer Sensation gleichkommt. In den beiden vergangenen Jahren hat Nokia schließlich fünf Milliarden Euro Verlust erzielt und Befürchtungen geweckt, der Konzerne müsste geschlossen werden. Nun machen sich die Kostensenkungen und der Verkaufserfolg der neuen Lumia-Modelle offensichtlich bemerkbar, welche mit dem Betriebssystem Windows des US-Konzerns Microsoft laufen. Zudem entwickelte sich auch die zum Verkauf stehende Netzwerksparte (Nokia Siemens Network, NSN) besser als erwartet. Allerdings hat sich der Bargeldbestand in den beiden vergangenen Jahren mit Stand zum 30. September 2012 auf 3,6 Milliarden Euro halbiert und aus saisonalen sowie aus Konkurrenz-Gründen erwartet Vorstandsvorsitzender Stephen Elop im ersten Quartal 2013 bereits wieder negative operative Ergebnisse. Viele Analysten zweifeln noch immer an der Zukunftsfähigkeit von Nokia und das durchschnittliche Kursziel der 48 Analysten, welche sich mit Nokia beschäftigen, beträgt lediglich 2,58 Euro. Die Experten der Euro am Sonntag gewinnen diesem Pessimismus allerdings eine gute Seite ab: Da die Erwartungen zwar leicht steigen aber noch immer sehr niedrig sind, könnte Nokia leichter überraschen. Bereits kleine Erfolgsmeldungen haben den Aktienkurs seit August 2012 um insgesamt 100 Prozent steigen lassen. Zudem dürften die Übernahmespekulationen mehr werden, wenn sich die Geschäfte von Nokia gut entwickeln. Allerdings sollten ausschließlich mutige Anleger darauf spekulieren, dass die Hoffnung auf Gewinne die Notierung auf fünf Euro steigen lässt. Der Stoppkurs sollte bei 2,40 Euro gesetzt werden.
Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, möchte 90 seiner bislang 425 Anteile von Morphosys sowie ebenfalls 90 seiner bisher 400 Aktien der Schaltbau Holding ausbuchen.
Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat 500 Vorzugsaktien von Sixt zu 13,90 Euro eingebucht.
Sven Parplies, Betreuter des Momentum-Musterportfolios, hat nach rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" 650 Anteile der Assicurazionie Generali zu 14,29 Euro eingebucht. Nun möchte er die 234 Aktien von Salzgitter wohl mit Verlust sowie die 333 Anteile von KUKA und die 1.389 Titel von TUI wohl jeweils mit Gewinn ausbuchen. Dafür möchte er Papiere von Gildemeister, von Unicredit und von Wacker Chemie aufnehmen.
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