Rio Tinto und BHP Billiton treten auf die Kostenbremse
Die deutlich gesunkenen Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten haben auch bei den Bergbaukonzernen Spuren hinterlassen. Rio Tinto und BHP Billiton sparen im großen Stil.
Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto stellt sich auf schwerere Zeiten ein. Angesichts der unklaren Entwicklung der Weltwirtschaft dürften die Preisschwankungen groß bleiben, sagte Vorstandschef Tom Albanese am Dienstag vor Analysten in London. Er kündigte an, die Sparanstrengungen zu verschärfen. Der Konzern habe zuletzt bereits die dauerhaften Kosten um 500 Millionen Dollar gesenkt.
Einsparungen
Angesichts des zuletzt heftigen Preisverfalls bei vielen Rohstoffen drücken Bergbauunternehmen zunehmend auf die Kostenbremse. Allein der weltgrößte Rohstoffförderer BHP Billiton verschob im August Investitionsentscheidungen im Volumen von rund 68 Milliarden Dollar. Rio Tinto kündigte an, sich auf die besonders lukrativen Projekte zu konzentrieren. In der ersten Jahreshälfte war der Gewinn des Konzerns um 22 Prozent eingebrochen.

Positives Statement
Die UBS hat das Kursziel für Rio Tinto von 4.600 auf 4.700 Pence angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Myles Allsop erklärte, dass Einmalkosten die tatsächliche Entwicklung der Minen überlagerten. In Erwartung niedrigerer Kosten und einer besseren Preislage bei Mineralsand habe er seine Gewinnschätzungen für 2013 und 2014 angehoben, was zum Teil aber durch höhere Investitionen aufgezehrt werde. Unter den breit aufgestellten britischen Minenbetreibern sei Rio Tinto sein favorisierter Wert.
Auch DER AKTIONÄR hält Rio Rinto unter den großen Rohstoffkonzernen für eine gute Wahl.
Mit Material von dpa-AFX.
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