Rio Tinto, BHP Billiton und K+S im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II
Platow Emerging Markets vergleicht die Anlagechancen bei Engagements in Rio Tinto und BHP Billiton. Börse Online erwarten steigende Aktienkurse von K+S. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Emerging Markets verweisen drauf, dass die Geschäfte von Rio Tinto im ersten Halbjahr 2012 weitgehend wie erwartet gelaufen sind. Bei der für den 8. August geplanten Vorstellung der Halbjahreszahlen dürfte der Vorstand genaueres zu den geplanten Investitionen sagen. Den Redakteuren der Börsenpublikation gefallen vor allem die sich klarer als beim Wettbewerber BHP Billiton abzeichnenden Wachstumsaussichten. Langfristig orientierte Anleger sollten deshalb die Aktie von Rio Tinto jetzt und bei möglichen Kursrücksetzern bis 40,89 Euro kaufen und den Stoppkurs bei 34,14 Euro setzen. Bei BHP Billiton sollten die Investoren abwarten. Das Unternehmen hat aktuell die Produktionsdaten für das Ende Juni abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 vorgelegt. Das wichtige Geschäft mit der Förderung von Eisenerz hat zwar die Erwartungen mit Rekordzahlen erfüllt, doch gibt es Unsicherheiten bezüglich des weiteren Vorgehens bei den Wachstumsprojekten. Offenbar wurden einigen Vorhaben gestoppt und neue große Projekte dürften erst gegen Ende des nun laufenden Fiskaljahres genehmigt werden. Das könnte daran liegen, dass die Verschuldungsquote durch den Zukauf im nordamerikanischen Schiefergas-Markt schon deutlich gestiegen ist. Aufgrund des gesunkenen Preises für Erdgas könnten Abschreibungen nötig sein und sich das gesamte Engagement als Fehlinvestition erweisen.

Börse Online: Der Aktienkurs des Düngemittelkonzerns K+S bildet einen Boden
Weil es in wichtigen Anbaugebieten für Mais und Weizen viel zu trocken ist, sind die Preise für diese Grundnahrungsmittel jüngst enorm gestiegen. Die Experten von Börse Online erklären, deshalb hat auch der Aktienkurs des Salz- und Düngemittelproduzenten K+S deutlich zugelegt. Da es immer mehr Menschen auf der Welt gibt und auch immer mehr Menschen Fleisch essen, was den Bedarf an Mais, Weizen und anderen Nahrungsmitteln als Futtermittel erhöht, steigt auch der Bedarf an Düngemitteln wie Stickstoff, Phosphat und Kalisalz weiter an. Die Ackerfläche kann schließlich nicht entsprechend vergrößert werden, um den Ertrag wie benötigt zu steigern. Das größte und profitabelste Geschäft von K+S ist das mit Kali- und Magnesiumprodukten. Mit dem neuen Kali-Projekt Legacy in der kanadischen Provinz Saskatchewan hat der Konzern die Basis für weiteres Wachstum gelegt. Damit sollen die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und die durchschnittlichen Produktionskosten gesenkt werden. Mit der Salz-Sparte ist das Unternehmen durch mehrere Übernahmen zum weltgrößten Produzenten aufgestiegen. Mit dem Verkauf der weniger gewinnträchtigen Stickstoffsparte K+S Nitrogen an die russische Firma Eurochem erhöht K+S die Rentabilität. Das KGV von 13 liegt auf dem Niveau des großen Konkurrenten Potash Corporation of Saskatchewan und ist gleichzeitig deutlich niedriger als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Charttechnisch läuft die Bodenbildung und wenn der Widerstand bei 40 Euro nachhaltig überwunden bleibt, dürfte die Notierung bis zunächst 44 Euro steigen. Der Stoppkurs sollte bei 30,50 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Egmond Haidt, Verantwortlicher für das Basis-Musterportfolio, möchte seine 300 Anteile von BHP Billiton wohl mit Verlust ausbuchen und dafür 100 Aktien von Anheuser-Busch Inbev einbuchen.
Helmut Kipp, Betreuer des Nebenwerte-Musterportfolios, hat seine 275 Vorzugsaktien von Einhell Germany mit einem Verlust von 14 Prozent zu 30,25 Euro ausgebucht.
Daniel Saurenz, zuständig für das Zertifikate-Musterdepot, hat seine 230 Bonus-Zertifikate (WKN DE9 HS6) auf Daimler wohl mit Verlust sowie seine 1.000 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 EPV) auf den DAX und 350 von insgesamt 800 Inline-Optionsscheinen mit der Wertpapierkennnummer SG2 7KA auf denselben Basiswert anscheinend mit Gewinn ausgebucht. Dafür hat er 1.200 Call-Optionsscheine (WKN BP2 GA8) auf Daimler zu 3,16 Euro eingebucht sowie 1.300 Call-Optionsscheine (WKN BP3 81A) auf Metro zu 3,17 Euro, 1.600 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 7LK) auf den DAX zu 5,67 Euro und 1.000 Put-Optionsscheine (WKN CK3 51H) auf den DAX zu 2,81 Euro.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterportfolio haben ihre 5.000 Anteile an ItN Nanovation mit einem Verlust von 27 Prozent zu 1,75 Euro ausgebucht.
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