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Richemont springt an die Spitze

Steffen Eidam

Der Luxusgüterkonzern Richemont ist glänzend ins neue Geschäftsjahr gestartet. Heute haben die Schweizer überraschend ihre Prognose angehoben und somit für ein Kursfeuerwerk der Aktie gesorgt.

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Mit einem Tagesplus von mehr als sechs Prozent führt die Richemont-Aktie heute die Gewinnerliste im Schweizer SMI unangefochten an. Zuvor hat der Hersteller von Cartier-Schmuck oder Uhren von Jaeger-LeCoultre überraschend einen Umsatzsprung verkündet und hohe Gewinne in Aussicht gestellt.

Starker Geschäftsverlauf

Nicht wenige Experten warnten zuletzt vor einer Abkühlung der Nachfrage in den zuletzt so wachstumsstarken Schwellenländern. Diese pessimistischen Prognosen haben sich heute mit den aktuellen Daten von Richemont in Luft aufgelöst. Die Schweizer konnten in den ersten vier Monaten des seit Ende März laufenden Geschäftsjahres ihren Umsatz um 24 Prozent steigern. Entscheidend zu diesem überraschenden Sprung haben vor allem die günstigen Wechselkursverhältnisse beigetragen. Auf Basis der Lokalwährungen legten die Erlöse um etwa 13 Prozent zu.


Ende der Zurückhaltung


Noch Anfang des Jahres hatte das Richemont-Management um Firmenlenker Johann Rupert vor sinkenden Margen gewarnt. An dieser traditionell defensiven Berichterstattung der Konzernleitung hätte sich womöglich auch nichts geändert, gäbe es da nicht eine Vorschrift der Schweizer Börse, wonach Unternehmen eine markante Änderung des Gewinns zum Vorjahr publizieren müssen. Vorbei mit der vornehmen Zurückhaltung also: Heute gab Richemont bekannt, dass sowohl das operative Ergebnis als auch der Reingewinn im ersten Halbjahr um 20 und 40 Prozent höher ausfallen dürften als im Vorjahr.

Allzeithoch in Sicht

Die AKTIONÄRS-Empfehlung hat das Vertrauen bislang voll gerechtfertigt. Seit der Erstempfehlung hat sich der Aktienkurs in etwa verdoppelt. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen. Ein Neueinstieg bietet sich mit dem Ausbruch über das Allzeithoch bei 59,95 Franken an. Derzeit notiert die Aktie nur knapp darunter bei 59,50 Franken. Scheitert die Notierung an dieser Hürde, dürfte es zunächst zu Gewinnmitnahmen kommen.

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