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RBS und Lloyds weiter unter Druck

Thorsten Küfner

Die Verluste, die die beiden britischen Großbanken RBS und Lloyds 2009 verbucht haben, sind zwar deutlich geringer als 2008 - aber immer noch immens. Doch es zeichnet sich bereits eine Besserung ab. Mutige Anleger sollten dies nutzen.

Die Lloyds Banking Group hat wie erwartet auch 209 einen Verlust in Milliardenhöhe verbucht. Nachdem für 2008 ein Minus von 7,1 Milliarden Pfund ausgewiesen worden war, belief sich der Fehlbetrag 2009 auf 6,3 Milliarden Pfund. Grund für den Verlust waren vor allem die hohen Wertberichtigungen des 2008 (auf Wunsch der britischen Regierung) von Lloyds TSB übernommnen Baufinanzierers HBOS. Allerdings registrierte Lloyds, zu 41 Prozent in Staatsbesitz, eine Verbesserung in allen Geschäftssparten. Im kommenden Jahr dürften deshalb wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

RBS: 20 Milliarden weniger Verlust

Im Vergleich zu Vorjahr hat die RBS 2009 ihr Ergebnis um sage und schreibe 20 Milliarden Pfund verbessern können - verbuchte aber dennoch einen Verlust von 3,6 Milliarden Pfund. Nach dem größten Fehlbetrag in der britischen Firmengeschichte von 24,1 Milliarden Pfund ist aber auch diese Großbank eindeutig auf dem Wege der Besserung. Denn im operativen Geschäft verdienen die Schotten wieder Geld, allerdings verhagelten Abschreibungen in Höhe von 13,9 Milliarden Pfund das Konzernergebnis. Für das laufende Jahr rechnen Analysten zwar noch mit einem relativ geringen Fehlbetrag, 2011 soll der RBS (Staatsbeteiligung 84 Prozent) ebenfalls wieder die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen.

Starke Nerven erforderlich

Die Aktien von Lloyds und RBS sind beide nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Allerdings verfügen beide Titel im Falle einer erfolgreichen (und hierfür stehen die Chancen weiterhin gut) Neustrukturierung über erhebliches Kurspotenzial. Das Kursziel für die Papiere von Lloyds beträgt weiterhin 1,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 0,39 Euro gesetzt werden. Bei der noch etwas spekulativeren RBS-Aktie lautet das Kursziel 0,70 Euro, der Stopp sollte bei 0,28 Euro gesetzt werden.

Welche Bankaktien über noch mehr Potenzial verfügen, lesen Sie im aktuellen Spezialreport des AKTIONÄRs: Die besten Bankaktien der Welt.

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