Alfred Maydorn
Die Analysten von Goldman Sachs haben in einer neuen Solarstudie auf die anhaltende Bereinigung in der Solarbranche verwiesen. Sie bevorzugen Unternehmen mit niedrigen Produktionskosten. Centrotherm und Yingli wurden heruntergestuft, JinkoSolar hingegen wird neu zum Kauf empfohlen.
In einer insgesamt recht skeptischen Solarstudie haben die Experten von Goldman Sachs reihenweise die Kursziele von Solaraktien gesenkt - zum Teil sehr deutlich. Hinzu kamen diverse Herunterstufungen auf „Sell". Lediglich bei JinkoSolar wurde das Rating angehoben und gleichzeitig das Kursziel erhöht.
Stagnation in China belastet Centrotherm
Das Rating für Solarworld wurde auf „Verkaufen" belassen, das Kursziel leicht von 8,20 auf 8,00 Euro reduziert. Deutlich schärfer fiel die Reduzierung des Kursziels bei Centrotherm aus. Das neue Ziel liegt nun nur noch bei 27 Euro nach zuvor 41 Euro. Das Rating wurde von „Neutral" auf „Sell" zurückgenommen. Hintergrund ist eine erwartete Abschwächung des Marktes für Solar-Equipment im zweiten Halbjahr 2011 aufgrund der erwarteten Stagnation beim Ausbau der Kapazitäten in China.

JinkoSolar hochgestuft
Die Experten raten auch bei chinesischen Solarfirmen zur Selektion. So wurden die Ratings für Renesola unf Yingli Green Energy von „Neutral" auf „Sell" abgesenkt und die Kursziele bei Renesola von 12,00 auf 4,00 und bei Yingli von 11,90 auf 8,00 Dollar reduziert. JinkoSolar war die einzige Aktie in der gesamten Studie, bei der das Kursziel angehoben wurde: Von 25,50 auf 33,00 Dollar. Gleichzeitig wurde der Titel von „Neutral" auf „Buy" hochgestuft. Die Aktie von Trina Solar wurde auf „Buy" belassen, allerdings wurde das Kursziel von 32,30 auf 27,00 Dollar reduziert.

50 Prozent Potenzial
Die Einschätzung der Einzeltitel deckt sich weitgehend mit der des AKTIONÄRs, der insbesondere die Aktie von JinkoSolar zum Kauf empfiehlt. Das Kursziel liegt bei 27,00 Euro, was einem Potenzial von etwa 50 Prozent entspricht.