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Potash: BHP Billiton muss nachzahlen

Marion Schlegel

Die Übernahmeofferte des britisch-australischen Rohstoffkonzerns BHP Billiton für Potash wurde als zu niedrig zurückgewiesen. Nun könnte ein großer Bieterkampf entstehen. Zumindest aber muss BHP Billiton sein Angebot deutlich nachbessern. Die Aktie des weltgrößten Minenbetreibers gibt deutlich nach.

Der weltgrößte Minenbetreiber BHP Billiton will den größten Düngemittelkonzern Potash übernehmen - notfalls auch feindlich. BHP Billiton hat in einer ersten Offerte 130 Dollar je Potash-Aktie, insgesamt 39 Milliarden Dollar, geboten. Dieses wurde jedoch als zu niedrig zurückgewiesen. Experten erwarten nun, dass eine große Übernahmeschlacht entstehen könnte. Andere Rohstoffkonzerne wie Rio Tinto oder Vale könnten ihrerseits Interesse bekunden und ein Angebot vorlegen. BHP Billiton wird sein Angebot also in jedem Fall nachbessern müssen. Analysten rechnen damit, dass wohl erst eine um rund 25 Prozent höhere Offerte den Zuschlag erhalten dürfte.

Abstauberchance

Prinzipiell passt Potash hervorragend zu BHP Billiton. Bereits im Frühjahr hatte der britisch-australische Konzern für knapp 300 Millionen Dollar einen kleineren Hersteller von Kalidünger in Kanada gekauft. Für das aktuelle Übernahmeangebot hat sich BHP Billiton allerdings lange Zeit gelassen, so dass BHP wohl einen deutlichen Aufschlag bezahlen muss.

Die Aktie von BHP Billiton gibt deswegen am Mittwoch um fast drei Prozent auf 26,63 Euro nach. Das Unternehmen bleibt aufgrund seiner ausgezeichneten Marktstellung aber nach wie vor interessant. Anleger können versuchen, mit Abstauberlimits im Bereich von 25 Euro zum Zuge zu kommen. Die Deutsche Bank bleibt bei ihrer positiven Einschätzung zu der Aktie und bestätigt ihr Buy-Rating sowie das Kursziel von 2.250 Britische Pence.

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