Orbis und Zumtobel im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Zukunftswerte hält starke Stücke auf Orbis und begründet das mit einem starken Partner und starken Zahlen des Softwarekonzerns. Der Austria Börsenbrief erwartet, dass die Investoren-Lichter bei Zumtobel nun wieder angehen. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zukunftswerte sind mit den Zahlen von Orbis für das erste Halbjahr 2012 sehr zufrieden. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 24 Prozent auf fast 17 Millionen Euro. Das EBIT des Software/SAP-Dienstleistungsunternehmens legte um 20 Prozent auf 875.000 Euro zu und der Gewinn je Aktie um 48 Prozent auf beinahe 0,01 Euro. Der Vorstand erhöhte zudem die Ziele für das Gesamtjahr. Die Experten schätzen das Ergebnis pro Anteil auf 0,22 bis 0,24 Euro, was einem günstigen KGV von rund 8 entspräche. Wenn vom Aktienkurs der Netto-Barbestand von 0,82 Euro je Aktie abgezogen wird, beträgt die Kurs-Gewinn-Vielfache sogar nur 5. Das bereinigte KBV beträgt lediglich 1,04. Die um bilanzierte Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte bereinigten Kurs-Buchwert-Verhältnisse von Unternehmen der Vergleichsgruppe sind mit 1,7 und weit mehr deutlich höher. Der Aktienkurs von Orbis weist demnach einen substanziellen Sicherheitspuffer auf, zumal der Konzern eher konservativ bilanziert. Kürzlich unterzeichneten Orbis und SAP einen Vertrag, womit Orbis den Status "SAP Value Added Reseller (dummdeutsch für Wert Hinzugefügt Wiederverkäufer oder, für SAP wertvolles Einzelhandelsunternehmen)" und "SAP Channel Partner (dummdeutsch für Kanal Partner oder, für SAP wichtiger Vertriebsweg)" erhielt. Orbis erweitert also das SAP-Portfolio und kann deshalb stärker wachsen. Deshalb sollten Anleger die Aktie bis zu Notierungen von 2,20 Euro kaufen. Der "faire Wert" wurde von 2,80 auf drei Euro angehoben.

Der Austria Börsenbrief: Zumtobel gehen Lichter auf
Die Notierung von Zumtobel entspricht etwa dem Buchwert und damit dürfte der Aktienkurs ungefähr den Boden erreicht haben. Die schlechten Nachrichten dürften mittlerweile im Aktienkurs enthalten sein. Das ist die Meinung der Experten des Austria Börsenbriefes, die davon ausgehen, dass das Management des Konzerns der gleichen Meinung ist. Denn am 5. September kauften zwei Insider Aktien des Unternehmens für Beleuchtungs-Lösungen. Zwar kostet die Forschung an Leuchtdioden (light emitting diodes, LEDs) Geld und der Konkurrenzdruck in diesem Geschäft belastet die Gewinnspannen ebenfalls stark, doch, wenn die Umsätze mit diesen LEDs weiter so zügig wächst, dürfte sich die Profitabilität deutlich verbessern. Zuletzt legte der Umsatz in diesem Zukunftssegment um 63 Prozent zu. Der Anteil am Konzernerlös stieg deshalb bereits auf mehr als 18 Prozent. So wie die Anleger die Chancen des LED-Geschäftes vor wenigen Quartalen noch deutlich überschätzt hätten, unterschätzen sie es wohl derzeit. Wenn Zumtobel die Kosten senken kann, dürfte das Ziel erreicht werden, Umsatz und Profitabilität im Vergleich zu dem schwachen, Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 zu steigern. Da auch das Chartbild nun wieder etwas besser aussieht, sollten risikobereite Anleger die Aktie kaufen und den Stoppkurs bei 7,30 Euro setzen.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterportfolio haben 3.200 Anteile von Biogas Nord zu 3,15 Euro eingebucht.
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