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Opec: Zunächst keine weitere Senkung der Ölfördermenge

Marion Schlegel
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Die Opec hat auf ihrem Treffen in Wien die Ölfördermenge stabil gelassen. Die bisher beschlossenen Kürzungen sollen allerdings strikter eingehalten werden. Zudem ließ die Organisation eine Kappung auf einem für Ende Mai anberaumten Sondertreffen offen.

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Die Opec hat auf ihrem Treffen in Wien die Ölfördermenge stabil gelassen. Die bisher beschlossenen Kürzungen sollen allerdings strikter eingehalten werden. Zudem ließ die Organisation eine Kappung auf einem für Ende Mai anberaumten Sondertreffen offen.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) verzichtet im Hinblick auf die momentane Krise der Weltwirtschaft zunächst auf eine weitere Senkung der Ölfördermengen. Das haben die Opec-Mitglieder auf einer sechsstündigen Konferenz am Sonntag in Wien beschlossen. Die im vergangenen Jahr festgelegten Kürzungen sollen nun aber konsequenter umgesetzt werden. Bislang wurden die verordneten Quotensenkungen in Höhe von insgesamt 4,2 Millionen Barrel pro Tag auf 25 Millionen zu knapp 80 Prozent eingehalten. Nach Angaben aus Katar besteht somit noch Luft für 800.000 Barrel täglich. Weltweit entfallen auf die Opec-Mitgliedsstaaten etwa 40 Prozent der gesamten Rohölproduktion.

Saudi-Arabien gibt den Ton an

Mit dieser Entscheidung haben sich die gemäßigteren Kräfte wie Saudi-Arabien und Kuwait gegen die Befürworter einer weiteren Förderreduzierung wie Algerien durchgesetzt. So äußerte sich der saudi-arabische Ölminister Ali al-Naimi bereits im Vorfeld der Sitzung Zeitungsberichten zufolge kritisch zu weiteren Fördermengenkürzungen. Dies würde zwangsläufig zu höheren Preisen führen und die Gesundung der Weltwirtschaft verhindern. Auf einem Sondertreffen am 28. Mai in Wien wird die Opec erneut über das weitere Vorgehen beraten.

 

Ausbruch vorerst vertagt

Der Ölpreis startete in die neue Handelswoche im Minus. Ein Barrel der US-Refernzsorte West Texas Intermediate (WTI) verliert derzeit gut vier Prozent auf 44,25 Dollar. Der Ölpreis reagiert damit auf die Entscheidung der Opec. Einige Marktteilnehmer hatten auf eine Senkung spekuliert. Dennoch ist der kurzfristige Aufwärtstrend nach wie vor intakt. Hohe Netto-Short-Positionen begrenzen das Abwärtspotenzial zudem. Vorsichtige Anleger warten vor einem Einstieg den Bruch der 50-Dollar-Marke sowie des mittelfristigen Abwärtstrends, der knapp darüber verläuft, ab. Risikobereitere Investoren bleiben mit dem Turbo-Zertifikat der Commerzbank mit der Wertpapierkennnummer CM5 VTY weiter am Ball, sollten den weiteren Verlauf aber genau im Auge behalten. Die Knock-out-Schwelle des Zertifikats liegt bei 38,43 Dollar.

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