Michael Herrmann
Der Ölpreis steht aus charttechnischer Sicht vor einer entscheidende Phase. Beim Euro hat sich das Chartbild trotz einer leichten Erholung deutlich eingetrübt. Gold orientiert sich wieder nach oben. Der börsentägliche Index-, Devisen-, Edelmetall- und Rohstoffcheck von DER AKTIONÄR.
Der Ölpreis hat zuletzt eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Am Donnerstagmorgen fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte noch zeitweise unter 108 Euro. Nach der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank sowie der Absage des griechischen Referendums startete er aber den Turbo und drehte er aber deutlich ins Plus.
Fallendes Dreieck
In der Spitze notierte der Ölpreis gestern Nachmittag bei über 111 Dollar. Charttechnisch ist der im Frühjahr gestartete Abwärtstrend trotz der jüngsten Kursgewinne intakt. Die Unterstützung im Bereich von 107 Dollar hat sich aber als stabil erwiesen. Ein Ausbruch aus dem fallenden Dreieck rückt damit näher.
Aufwärtstrend druchbrochen
Auch der Euro hat eine Achterbahnfahrt hinter sich. Die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank sorgte gestern zunächst für eine erneute Talfahrt. Innerhalb weniger Stunden gab der Euro rund zwei Cent ab. Die Absage des griechischen Referendums sorgte wiederum für eine Kursrallye von rund zwei Cent. Charttechnisch hat sich die Lage verschlechtert. Der übergeordnete Abwärtstrend ist intakt. Der Anfang Oktober gestartete Aufwärtstrend durchbrochen. Schwingt die Nachrichtenlage um, drohen Abgaben bis 1,35 Dollar.

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Goldpreis etwas fester
Trotz eines starken Dollars, hat der sich Goldpreis zuletzt klar nach oben orientiert. Die wichtige Marke von 1.700 Dollar wurde überwunden. Der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Charttechnisch stehen die Ampeln damit eindeutig auf Grün. Fundamental profitiert das Edelmetall von der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten wegen der Eurokrise.