Nokia nach Alcatel-Desaster im Tiefflug
Die Aktie des schlingernden Handyriesen Nokia steht heute deutlich unter Druck. Der Grund: Der französische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent hat seine Prognose kassiert. Für die Nokia-Aktionäre dürfte indes der kommende Donnerstag spannend werden.
Die Nokia-Aktie kommt nicht zur Ruhe, der Titel notiert am Dienstagnachmittag mit einem Abschlag von über vier Prozent. Der Hintergrund ist eine Gewinnwarnung des französischen Netzwerkausrüsters Alcatel-Lucent, der seine Jahresprognose kassiert hat. Nach dem Verlust im ersten Quartal werden auch im zweiten Jahresviertel rote Zahlen geschrieben, teilte der Konkurrent von Ericsson und Nokia Siemens Networks (NSN) mit.
Ersten Berechnungen zufolge sei trotz Kostensenkungen ein operativer Verlust von 40 Millionen Euro bei einem Umsatz von 3,5 Milliarden angefallen, erklärte Alcatel. Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet. Branchenexperte Sebastien Sztabowicz vom Analysehaus Kepler sprach sogar von "weit verfehlten" Erwartungen. Nun soll zumindest das zweite Halbjahr besser als das erste werden. Genaue Informationen will das Unternehmen am 26. Juli vorlegen.
Alcatel-Aktie rauscht in die Tiefe
Der Aktienkurs der Franzosen brach nach der Gewinnwarnung ein. Für die Titel des im Cac 40 notierten Unternehmens ging es um über 20 Prozent nach unten. Damit waren die Papiere mit Abstand schwächster Wert im Pariser Leitindex. Seit einem Hoch im Februar haben die Anteilsscheine damit nun mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.

19. Juli ist Zahl(en)tag!
Nokia veröffentlicht seine Q2-Zahlen am kommenden Donnerstag. Analysen rechnen im Schnitt mit einem Periodenverlust von 237 Millionen Euro (Q1: -127 Mio. Euro). Insgesamt soll der Konzern etwa 3,8 Millionen Windows-Smartphones verkauft haben, so die Schätzungen.
Nokia meiden
Um die Nokia-Aktie sollten Anleger vorerst einen weiten Bogen machen. Aufschluss darüber, wie es um den Konzern steht, wird der kommende Donnerstag bringen.
Mit Material von dpa.
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