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Nokia: Wie schlimm wird schlimm?

Martin Weiß

Der schlingernde Handyriese Nokia wird in der kommenden Woche seine Quartalszahlen veröffentlichen. Die Hoffnung der Anleger ruhen auf dem Windows-Smartphone Lumia. Das soll Gerüchten zufolge aber ausgerechnet im wichtigen US-Markt in den Läden verstauben.

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Es ist der nächste Tiefschlag (neben vielen anderen) für den einstigen Weltmarktführer Nokia. Nach Berechnungen von Horace Dediu, einem einflussreichen Branchenanalysten, Blogger und langjährigem Nokia-Experten, hat der Konzern von seinem Hoffnungsträger Lumia in den USA ganze 330.000 Einheiten verkauft - in vier Monaten. Erweist sich die Einschätzung als treffend, könnte der Aktie eine neue Verkaufswelle bevorstehen.

19. Juli ist Zahl(en)tag!

Nokia veröffentlicht seine Q2-Zahlen am kommenden Donnerstag. Analysen rechnen im Schnitt mit einem Periodenverlust von 237 Millionen Euro (Q1: -127 Mio. Euro). Insgesamt soll der Konzern etwa 3,8 Millionen Windows-Smartphones verkauft haben, so die Schätzungen.

Behält Horace Dediu mit seiner Einschätzung, die auf Marktdaten unter anderem von comScore beruhen, recht, könnten sich selbst die ohnehin reduzierten Prognosen als zu optimistisch erweisen.

Microsofts Chef Steve Ballmer wäre wohl alles andere als begeistert.

Nokia setzt im verzweifelten Kampf um Bedeutung im schnell wachsenden Smartphonesegment seit 2011 auf eine Partnerschaft mit Microsoft. Der US-Riese erhofft sich von dem Deal eine stärkere Verbreitung seiner Windows-Plattform.

Zuletzt zeigte die Partnerschaft jedoch erste Risse, nachdem Microsoft der aktuellen Lumia-Geräteneration ein Update auf seine brandneue Windows-8-Plattform (kommt im Spätsommer/Herbst 2012) versagt hat.

Kursziel: 1,25 Euro

US-Analysten von Bernstein haben das Kursziel wenige Tage vor der Zahlenveröffentlichung auf 1,25 Euro gesenkt. Ihrer Einschätzung nach besteht für die Lumia-Familie (und damit für Nokia) kaum Hoffnung. 

Die Aktie der Finnen hat eine mörderische Abfahrt hinter sich, allein seit Jahresbeginn berägt der Kursvelust 58 Prozent. Eine technische Reaktion auf die herben Verluste erscheint jederzeit möglich. Von einer generellen Trendwende ist Nokia aber weiter entfernt denn je.

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