Norbert Sesselmann
Der wichtigste Index der Tokioter Börse, der Nikkei-225 Index, beendet das Börsenjahr 2010 mit einem Minus von drei Prozent. Somit ist dem Kursbarometer auch im letzten Jahr nicht der Sprung über den langfristigen Abwärtstrend gelungen. Startet nun 2011 die große Aufholjagd?
Das waren noch Zeiten als der japanische Aktienindex Nikkei-225 Ende 1989 bei rund 39.000 Punkten notierte. Es folgte kurze Zeit später eine fast vierzehnjährige Abwärtsbewegung. Erst Ende April 2003 fand der Index bei 7.831 Punkten einen Boden. Die japanischen Blue Chips büßten im Durchschnitt rund 80 Prozent an Wert ein. In den zweieinhalb Jahren danach hat sich der Index auf 18.000 Punkte wieder berappelt. Mit der Finanzkrise brach der Index aber erneut bis in den Bereich 7.050 Zähler ein. Im Anschluss folgte 2009 ein gutes Jahr: Der Nikkei legte 19 Prozent zu. Im vergangenen Jahr ging es trotz großer Hausse an den internationalen Börsen wieder drei Prozent abwärts.
Langfristiger Abwärtstrend
Das wohl größte Hindernis, das sich dem Nikkei aus charttechnischer Sicht in den Weg stellen dürfte, ist der langfristige, aus dem Jahr 1989 stammende Abwärtstrend. Der nächste technische Widerstand verläuft aktuell bei rund 11.500 Punkten. Kann diese Marke signifikant überwunden werden, ist mittelfristig mit weiteren Kurssteigerungen zu rechnen. Für ein langfristiges Kaufsignal müsste noch die horizontale Haltelinie bei 14.500 Punkten durchbrochen werden.
Verdreifachungspotenzial
Sollte der Nikkei es letztlich schaffen, aus dem Kampf als Sieger hervorzugehen, wären deutlich höhere Kursnotierungen möglich. Erst bei ca. 18.000 Punkten liegt der nächste Widerstand. Einfach dürfte diese Unterfangen jedoch nicht werden. Kursrückschläge sind nicht auszuschließen.
Risikofreudige Anleger, die auf eine langfristige Trendwende spekulieren wollen und etwas Zeit mitbringen, investieren einen kleinen Teil in den Nikkei225-Optionsschein (WKN CG8 CTB) von der Citigroup. Das Produkt (akt. Kurs: 0,89 Euro) besitzt noch genug Restlaufzeit (Juni 2012), um von Kurssteigerungen zu partizipieren. Bei Notierungen um die 12.500 Punkte ist eine Verdreifachung beim Optionsschein zu erwarten.