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Nestlé legt trotzdem zu

Steffen Eidam

Trotz negativer Währungseinflüsse hat Branchenführer Nestlé wieder kräftig zugelegt. Die Schweizer haben ihre Jahresprognose sogar leicht angehoben. Gleichzeitig hat Firmenlenker Bulcke eine neue Offensive angekündigt.

Paul Bulcke will künftig der Konkurrenz noch stärker das Fürchten lehren. Nestlé-Produkte, so weit das Auge reicht, heißt seine Devise. Sein Konzern soll demnach nicht nur in den Wachstumsregionen dominant auftreten, sondern in allen Winkeln der Erde.

Operatives Wachstum

Trotz steigender Rohstoffpreise und negativer Wechselkurse hat der Nahrungsmittelkrösus Nestlé in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres sein organisches Wachstum um 7,3 Prozent gesteigert. Der Umsatz ging vor allem bedingt durch Veräußerungen um rund 15 Prozent auf 60,9 Milliarden Franken zurück. Als größte Wachstumstreiber fungierten erneut die Absatzmärkte in Asien und Afrika, wo organische Wachstumsraten im zweistelligen Bereich erzielt wurden. „Für das Gesamtjahr gehen wir trotz Kostendrucks bei Rohstoffen davon aus, die langfristige Bandbreite von 5 bis 6 Prozent organischen Wachstums leicht zu übertreffen", so der Konzern weiter. Gleichzeitig sollen sich auch die  Margen weiter verbessern.

Immer und überall

Nestlé-Chef Paul Bulcke tritt kräftig aufs Gaspedal. Die Expansion nur in Schwellenländer ist dem umtriebigen Vorstandschef zu wenig: "Es kann doch keine Strategie sein, sich auf 30 Marken zu beschränken." In Zukunft wollen die Schweizer daher mit "Produkten in allen Lebenssituationen" aufwarten: "Von der Geburt angefangen bis ins hohe Alter, vom Frühstück bis zum Abendessen." Das größte Wachstumspotenzial sieht Bulcke nach wie vor in den Schwellenländern. "Die Dynamik dieser Märkte und das Vertrauen in die Zukunft sind beeindruckend", sagte er gegenüber dem Magazin Capital. Nichtsdestotrotz kündigte er an, fortan kleinere Märkte wie die Elfenbeinküste, Ecuador und die Philippinen zu bedienen.

Vertrauen gerechtfertigt

Nestlé hat mit den Zahlen ein weiteres Mal das Vertrauen der Märkte gerechtfertigt. Dank der Größenvorteile zählt der Konzern weiter zu den Hauptprofiteuren des Wirtschaftswachstums in den Schwellenländern. Die Aktie dürfte in den nächsten Jahren  besser laufen als der Gesamtmarkt.

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