Das Geschäft mit Luxusgüter brummt stärker als je zuvor. Das größte Stück vom großen Kuchen schneidet sich wieder einmal der Branchenführer LVMH ab – ganz nach dem Geschmack der Aktionäre.
Erst Anfang März hatte Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) mitgeteilt, für 3,7 Milliarden Euro den Schmuck- und Uhrenproduzenten Bulgari zu übernehmen. Somit wird dieses Segment in Zukunft einen erheblichen Aufschwung erfahren. Doch auch ohne Verstärkung aus Italien zeigen die Franzosen, wer der König der Branche ist.
Glänzender Jahresauftakt
LVMH tanzt auf vielen Hochzeiten. Neben dem weltbekannten Champagner von Moet & Chandon gehören auch Parfums von Dior oder Uhren von TAG Heuer zum edlen Sortiment des Weltmarktführers. Ganz oben in der Gunst der zahlungsfreudigen Klientel stehen Lederwaren der Marke Louis Vuitton. Insbesondere für die gleichnamigen Handtaschen legen die Damen von Welt exorbitante Summen auf den Tisch. Kein Wunder, dass die Geschäfte vor dem Hintergrund einer florierenden Konjunktur weltweit sehr gut laufen. Im Auftaktquartal konnte LVMH mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro die Analystenerwartungen sogar übertreffen. Im Durchschnitt rechneten diese mit Erlösen knapp unter fünf Milliarden.
Globales schwelgen
Längst ist Luxus kein Privileg der westlichen Industrienationen mehr. LVMH erzielt die höchsten Wachstumsraten vor allem in Asien und den Schwellenländern, während sich das Geschäft in Europa und den USA auf einem hohen Niveau bewegt. Besonders gut entwickelte sich der Verkauf von Uhren und Schmuck mit einem Zuwachs von 28 Prozent, während der Absatz von Parfum und Kosmetik mit einem Plus von neun Prozent etwas hinterherhinkt. Für das laufende Jahr gab der Vorstand bislang keine konkrete Prognose. Im Fokus stünden die Entwicklung der Konzern-Marken und die Kostenkontrolle.
Kein Ende in Sicht
Kaufen, wenn die Kanonen donnern. Dieser Leitspruch hat sich insbesondere bei Papieren aus dem Luxusgütersegment bewahrheitet. Die LVMH-Aktie verdreifachte sich seit unserer Erstempfehlung und hat ihr Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Investierte Anleger lehnen sich daher entspannt zurück und lassen die Gewinne laufen. Ein Stopp bei 89 Euro sichert ab.
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