LVMH: Nur ein kleiner Schönheitsfehler
Der weltgrößte Luxusgüterkonzern LVMH konnte im dritten Quartal erneut zulegen. Allerdings hat sich das Wachstumstempo abgeschwächt. Die Börse reagiert leicht verschnupft.
Christian Dior, Tag Heuer, Kenzo, Louis Vuitton, um nur einige zu nennen - all diese Marken aus dem Hause LVMH verleihen ihren Käufern Glanz. Bei den soeben vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal sind zumindest einige Schönheitsfehler zu erkennen.
Gedrosseltes Tempo
Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres erlöste der weltumsatzstärkste Luxuswarenhersteller 26 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn stieg um 28 Prozent. Diesem Wachstumstempo konnte LVMH im dritten Quartal nicht mehr Stand halten. Zwar zogen die Erlöse trotz der Schuldenkrise in Europa weiter an, die Dynamik hat sich dabei aber abgeschwächt. Auf vergleichbarer Basis verzeichneten die Franzosen im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von sechs Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Immerhin: Die Prognosen der Analysten wurden somit fast punktgenau getroffen. Überzeugen konnten vor allem die Segmente Champagner-, Cognac- und Kosmetik.

Verhaltene Reaktion
Nach Bekanntgabe der Zahlen geben die Titel von LVMH rund ein Prozent ab. Einige Akteure zeigen sich enttäuscht von der Abschwächung des Wachstumstempos (im vorangegangenen Berichtszeitraum betrug das Wachstum noch acht Prozent, im Auftaktquartal sogar zwölf Prozent). Anleger müssen sich dennoch keine Sorgen machen, denn der Branchenführer konnte erneut in allen Teilen der Welt zulegen. Zudem blickt das Management weiter optimistisch in die Zukunft und will die Marktanteile rund um den Globus weiter ausbauen. LVMH ist ein Basisinvestment im Luxusgütersegment mit langfristig guten Chancen auf weitere Kursgewinne.
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