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Lufthansa-Konkurrent Air France-KLM schrumpft Flotte zusammen

Michael Herrmann

Der niederländisch-französische Luftfahrtkonzern Air France-KLM steckt in einer tiefen Krise. Um wieder in die Gewinnzone zu gelangen, soll die Flotte vor allem im hochdefizitären Europa-Geschäft deutlich reduziert werden. Ein richtiger Schritt oder nur heiße Luft?

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Air France will in den kommenden Jahren Flotte und Personal verringern, um wieder profitabel zu werden. Insgesamt strebt der französische Part des Luftfahrtkonzerns Air France-KLM im Rahmen des Programms „Transform 2015" sollen die jährlichen Kosten um bis zu zwei Milliarden Euro sinken und die Produktivität um 20 Prozent zulegen. Dies soll unter anderem durch längere Umlauf- und Arbeitszeiten sowie dem Abbau von Personal ermöglicht werden.

Kleiner, billiger, online

Im Fokus steht dabei vor allem das defizitäre Europa-Geschäft. Ingesamt will Air France auf Kurz- und Mittelstrecken bis 2014 bis zu 34 der bisher 148 Flugzeuge aussortieren. Darüber hinaus plant der Konzern einen Low-Cost-Tarif für preisbewusste Economy-Class-Gäste einzuführen, in dem nicht mehr alle Service-Leistungen enthalten sind, und den Online-Vertrieb zu forcieren: Insgesamt soll der Internet-Umsatz von zwei Milliarden Euro in 2011 bis 2015 auf drei bis dreieinhalb Milliarden Euro steigen.

Nicht einsteigen

DER AKTIONÄR hat bereits darauf hingewiesen, dass die Reduktion des Europa-Geschäfts die einzig richtige Antwort auf den extremen Preiswettbewerb bei europäischen Flügen ist. Der angekündigte Schritt ist damit richtig. Allerdings müssen die Sparpläne noch mit den Gewerkschaften abgestimmt werden. Zudem kann Air France selbst bei einer Produktivitätssteigerung um 20 Prozent nicht mit den Preisen der Billigflieger Easyjet und Ryanair konkurrieren. Anleger sollten deshalb weiter von einem Investment absehen.

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