Alfred Maydorn
Im Solar-Rekordjahr 2010, mit einem weltweiten Umsatzwachstum von über 100 Prozent, haben chinesische Anbieter wie JinkoSolar oder Trina Solar ihre Marktanteile weiter ausgebaut. Beide Aktien sind derzeit günstig zu haben und besitzen Verdopplungspotenzial.
Die großen Gewinner 2010 waren die chinesischen Solarfirmen, die mittlerweile einen Weltmarktanteil von knapp 60 Prozent haben. Kein Wunder in Anbetracht der weitaus niedrigeren Produktionskosten, der Steuervergünstigungen und der Milliardenkredite, auf die Chinas Solarfirmen zurückgreifen können.
Wachstum auch 2011
So hat etwa Trina seine Umsätze im vergangenen Jahr um 131 Prozent gesteigert. Mit JinkoSolar gibt es einen relativ jungen Konkurrenten, der noch schneller wächst. Im Jahr 2010 hat der chinesische Modulproduzent seine Umsätze mehr als verdreifacht. Für das laufende Geschäftsjahr haben fast alle chinesischen Solarproduzenten ihre Prognosen angehoben und zum Teil kräftige Kapazitätserweiterungen angekündigt. So will Trina 65 bis 70 Prozent mehr Module ausliefern, JinkoSolar plant sogar eine Verdopplung seiner Modulverkäufe.
Hochprofitabel
Die chinesischen Solarfirmen wachsen nicht nur schneller, sie sind auch weitaus profitabler. Während Solarworld im Jahr 2010 lediglich auf eine Nettorendite von 6,7 Prozent kam, waren es bei Trina Solar 16,7 Prozent, bei JinkoSolar sogar 19,0 Prozent. Hier machen sich die niedrigeren Produktionskosten und die Steuervergünstigungen bemerkbar.
Extrem niedrige Bewertung
Die Weichen für eine Fortsetzung des Solarbooms sind gestellt. Die größten Gewinner werden weiterhin aus China kommen. Und hier bieten sich aufgrund der hohen Wachstumsraten und der niedrigen Bewertung insbesondere Trina Solar und der Börsen-neuling JinkoSolar an.
Auf Basis der Gewinnerwartungen für 2011 hat Trina Solar ein KGV von 7, JinkoSolar ist mit einem Gewinnvielfachen von 4 sogar noch günstiger. Beide Aktien haben vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von über 100 Prozent.
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