Andreas Deutsch
Die Investorenlegende Jim Rogers hat sich eindrucksvoll zu Wort gemeldet. Rogers sagte in einem Interview, der Europäischen Union und dem Euro würde es nicht besonders schaden, wenn Irland pleitegehen würde. Laut Rogers werde Irland seine Schulden kaum zurückzahlen können.
"Ich denke, für Europa wäre es besser, wenn es Irland seinem Schicksal überlassen und in die Insolvenz gehen lassen würde", sagte Rogers in einem Interview mit Russia Today. "Griechenland ist ein sehr kleiner Teil Europas, Irland ebenfalls. Eine Pleite würde nicht das Ende der Europäischen Union bedeuten. Sie würde den Leuten zeigen, dass man kein Geld ausgeben darf, das einem nicht gehört."
Viel Geld geliehen
Rogers warnt vor dem immensen Schuldenberg der Iren. "Wissen Sie, wie hoch der Schuldenstand Irlands ist? Allein die irischen Banken haben sich Geld in Höhe von 80 Prozent des irischen Bruttoinlandsprodukts geliehen." Rogers sieht keine Möglichkeit für Irland, das Geld zurückzuzahlen, ohne die irische Wirtschaft für viele Jahre zu lähmen.
Portugal: "Wir brauchen keine Hilfe"
Irland ist durch seine Banken an den Rand des Ruins getrieben worden. Das Land braucht angeblich bis zu 90 Milliarden Euro Hilfe. Um die Insolvenz zu umgehen, hat sich Irland nun unter den Rettungsschirm der Europäischen Union begeben.
Experten befürchten, dass der nächste Dominostein, der fallen könnte, Portugal ist. Die Regierung in Lissabon allerdings weist jeden Bedarf an Finanzhilfen von sich.