Finanzchefin Monika Fiala: "Update Software wird langfristig auf den Wachstumspfad zurückkehren"

Mit den Zahlen für das dritte Quartal 2009 hat Update Software die Analystenerwartungen übertroffen. DER AKTIONÄR sprach mit Finanzchefin Monika Fiala über die guten Quartalsergebnisse und die Unternehmensaussichten.
Infolge der Konjunkturflaute hat Update Software die ersten beiden Quartalen dieses Jahres jeweils mit einem negativen Vorsteuerergebnis abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund sind die Zahlen für das dritte Quartal 2009 überraschend positiv ausgefallen: In diesem Zeitraum erzielte der Anbieter von Softwarelösungen für das Kundenbeziehungsmanagement bei einem Umsatz von 7,764 Millionen Euro einen Gewinn vor Steuern von 0,715 Millionen Euro.
DER AKTIONÄR: Frau Fiala, worauf ist die erfreuliche Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2009 zurückzuführen?
Monika Fiala: Im Berichtszeitraum haben sich unsere Kosten dank der Umsetzung von Einspar- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen von 8,3 Millionen Euro im zweiten Quartal auf 7,0 Millionen Euro verringert. Parallel dazu sind unsere Lizenzeinnahmen im Vergleich zum vorigen Quartal gestiegen.
Werden die Kosten künftig wieder steigen?
Im vierten Quartal dürften unsere Gesamtausgaben aufgrund höherer variabler Kosten leicht anziehen. Mittelfristig sollten wir jedoch das zuletzt ereichte Kostenniveau halten können.
Erwarten Sie eine gute Geschäftentwicklung im laufenden Quartal?
Unter normalen Umständen ist das vierte Quartal das stärkste Quartal bei Update Software. Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, bleibt angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten abzuwarten. Ich kann mir vorstellen, dass einige Unternehmen ihre Investitions-Budgets bis Ende Dezember nicht wie sonst üblich vollständig ausschöpfen werden. Deshalb erwarte ich im diesjährigen Schlussquartal keinen hohen Umsatzanstieg im Vergleich zum dritten Quartal.
Wie wird sich die Auftragslage Ihrer Meinung nach im nächsten Jahr entwickeln?
Diesbezüglich können wir derzeit keine konkrete Prognose abgeben, da wir nicht abschätzen können wie lange die Investitionszurückhaltung in den von Update Software adressierten Branchen noch anhalten wird. Wahrscheinlich werden wir noch eine Durststrecke von mindestens drei schwachen Quartalen durchstehen müssen. Langfristig wird Update Software aber auf jeden Fall auf den Wachstumspfad zurückkehren.
Wie hoch ist der prozentuale Anteil wiederkehrender Erlöse am Gesamtumsatz?
Dieser Anteil schwankt zwischen 36 und 38 Prozent. Zu den wiederkehrenden Erlöse zählen unsere Wartungseinnahmen sowie Teile der Umsätze in den Bereichen Service und Beratung.
Ende September verfügte Update Software über einen Cash-Bestand von rund 11,3 Millionen Euro. Gibt es Pläne bezüglich der Investition der liquiden Mittel?
Anmerken möchte ich hierzu, dass wir in unserer komfortablen Liquiditätsausstattung in erster Linie eine Art Sicherheitspolster für schlechte Zeiten sehen. Daher wäre es für uns kein Problem, wenn sich die Wirtschaft erst später als erwartet erholen würde. Unabhängig davon wollen wir langfristig einen Teil des Cash-Bestands für die Finanzierung eines Zukaufs verwenden. Möglich ist aber auch, dass wir regional expandieren ohne eine Akquisition durchzuführen.
Ist eine Erweiterung des Sortiments geplant?
Wir werden im Jänner 2010 ein weiteres innovatives Produkt auf den Markt bringen. Dadurch wird unsere Angebotspalette für unsere Kunden noch attraktiver.
Triftige Kaufgründe
Update Software punktet mit einer soliden Bilanz und einer hohen Innovationsstärke. Daher verfügt das Unternehmen über gute Chancen, im Zuge einer Konjunkturerholung kräftig zu wachsen. Aus Anlegersicht interessant ist zudem, dass fast 96 Prozent der derzeitigen Marktkapitalisierung durch Eigenkapital abgedeckt sind. Langfristig orientierte Börsianer sollten auf dem aktuellen Kursniveau eine Anfangsposition aufbauen.
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