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Intercell: Heftiger Kurseinbruch

Frank Phillipps

Intercell stoppt nach enttäuschenden Zwischenresultaten die Entwicklung eines Impfpflasters gegen Reisedurchfall. In diesem Zusammenhang kassieren die Wiener auch ihre Jahresprognose. Die Aktie stürzt ab.

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Intercell hat gemeldet, dass in klinischen Studien der Phasen II und III mit einem experimentellen Impfpflaster zur Prophylaxe von Reisedurchfall, die zuvor definierten Endpunkte der Tests nicht erreicht wurden. Als Konsequenz beschloss das österreichische Biotech-Unternehmen, die klinische Entwicklung des Wirkstoffkandidaten einzustellen.

Im Zusammenhang mit der Einstellung kassierten die Wiener auch ihre Jahresprognose. Der Verlust für das Geschäftsjahr 2010 werde deutlich höher sein als die bisher angenommenen 40 Millionen Euro, ließ Intercell verlauten. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass erwartete Meilensteinzahlungen von Entwicklungspartner GlaxoSmithKline ausbleiben werden.

Schwerer Rückschlag

Das Aus für das Impfstoffpflaster gegen Reisedurchfall bedeutet für Intercell gleich in zweierlei Hinsicht einen schweren Rückschlag. Zum einen verliert das Unternehmen einen seiner größten Hoffnungsträger, dessen Marktpotenzial von Unternehmen wie Analysten auf über 500 Millionen Euro jährlich geschätzt wurde. Zudem schürt der Studienstopp Befürchtungen, dass damit die komplette Impstoffpflastertechnologie auf dem Prüfstand stehen könnte. Unter anderem entwickelt Intercell in Kooperation mit Glaxo auch noch ein Impfpflaster gegen die pandemische Grippe. In seiner Pressemitteilung ließ Intercell jedoch verlauten, dass die Ergebnisse der aktuellen Studien durchaus die Weiterverfolgung der Pflaster-Technologie als geeignete Methode zur Immunisierung für zukünftige Impfstoffkandidaten nahelegen würde.

Aktie stürzt ab

Die Intercell-Aktie stürzte zum Börsenstart um mehr als 40 Prozent in die Tiefe. Dadurch wurde auch der vom AKTIONÄR ausgegebene Stoppkurs von 13,50 Euro deutlich unterschritten. Vorerst ist kein Neueinstieg geplant.

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