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Die besten Aktien des Jahres: Bis zu 3.400 Prozent Gewinn

Alfred Maydorn

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Seit seinem Jahrestief am 9. März hat der DAX um 53 Prozent zugelegt - eine beachtliche Performance. Aber doch wenig im Vergleich zu einigen Einzelaktien, die im gleichen Zeitraum eine Performance von weit über tausend Prozent aufs Parkett gezaubert haben.

DER AKTIONÄR hat sich erneut auf die Suche nach den absoluten Überfliegern am Aktienmarkt gemacht. Während es in der letzten Serie "Die 1.000-Prozent-Aktien" um einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren ging, werden jetzt lediglich die letzten sechs Monate herangezogen. Aber die hatten es in sich: DER AKTIONÄR hat über 100 Einzeltitel herausgefiltert, die sich seit dem 9. März mehr als vervierfacht haben. Mehr als 40 Aktien haben sich im Kurs sogar verfünffacht und neun Aktien ist das Kunststück gelungen, sich mehr als zu verzehnfachen. Wahrscheinlich waren es sogar mehr als neun, aber bei der Recherche wurden extrem gering kapitalisierte Nebenwerte nicht berücksichtigt.

Bunter Performance-Mix

Interessant ist, dass die Highflyer aus den unterschiedlichsten Branchen kommen. So finden sich unter den ersten 20 einige Biotech-Unternehmen, mehrere Autozulieferer, zwei Medienfirmen, einige Banken, aber auch ein Casino und eine Apotheke. Ein bunter Mix also - quer durch alle Branchen. Und das Beste dabei ist: Einige der Aktien sind auch nach dem rasanten Höhenflug noch kaufenswert. DER AKTIONÄR wird in den nächsten Wochen die Outperformer mit Potenzial vorstellen. Den Auftakt macht heute  - Ehre, wem Ehre gebührt - der absolute Überflieger mit einem Kursplus von über 3.400 Prozent in den letzten sechs Monaten.

Human Genome: Plus 3.411 Prozent

Kaum zu glauben, aber wahr: Von 0,55 Dollar am 9. März stieg die Aktie von Human Genome Science auf 19,31 Dollar - ein Kursplus von exakt 3.411 Prozent. Dabei hatte das amerikanische Biotech-Unternehmen eigentlich kaum noch jemand auf der Rechnung. Die scheinbar wichtigsten Produktkandidaten gefloppt, die Barreserven weitgehend erschöpft - da überraschte Human Genome Sciences den Markt mit positiven Studiendaten seines experimentellen Lupus-Medikamentes Benlysta. Der Aktienkurs ging durch die Decke.

Goldgrube Benlysta

Und das nicht ohne Grund. Schließlich könnte Benlysta das erste Medikament sein, das seit über 50 Jahren neu gegen die Autoimmunerkrankung zugelassen wird. Voraussetzung ist allerdings, dass auch die finalen Studien positiv enden. Im November dieses Jahres will das Unternehmen die Ergebnisse präsentieren. Stimmt dann auch noch die Gesundheitsbehörde zu, könnte Benlysta Mitte 2010 auf den Markt kommen - und aus Analystensicht Spitzenumsätze von 1,5 bis 3 Milliarden Dollar pro Jahr erreichen.

Übernahmefantasie

Zusätzlich getrieben wurde die Aktie zuletzt auch durch Spekulationen um eine Übernahme. Gerüchten zufolge soll GlaxoSmithKline interessiert sein. Mit 30 Dollar je Aktie wird auch ein möglicher Preis kolportiert. Das entspräche vom aktuellen Niveau aus noch einmal einem Kurspotenzial von über 50 Prozent. Neben der Spekulation auf positive finale Daten im November ein weiteres Kaufargument für die Aktie. DER AKTIONÄR hat für den Titel ein Kursziel von 20 Euro. Ein Stoppkurs bei 10,70 Euro sichert die Position ab.

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