Thorsten Küfner
Goldman Sachs hat die großen Banken der Eurozone analysiert. Dabei wurden die Kursziele für Aktien wie Commerzbank, Deutsche Bank oder Unicredit deutlich angehoben. Die aussichtsreichsten Bankenwerte sind allerdings andere.
Goldman Sachs hat den Bankensektor der Eurozone erneut näher unter die Lupe genommen. Die Experten betonen die positiven Wirkungen der üppigen Liquiditätsspritze durch die EZB Ende 2011. Dies helfe den Instituten enorm. Goldman hat daher die Kursziele vieler Bankaktien kräftig erhöht. So sehen die Analysten für die Commerzbank nun einen fairen Wert von 2,20 Euro (zuvor 1,70 Euro). Die Kursziele für Deutsche Bank und Unicredit wurden von 39,00 auf 46,00 Euro beziehungsweise von 3,90 auf 5,40 Euro angehoben. Die Einschätzung wurde für alle Aktien jedoch auf „Neutral" belassen. Die Favoriten im Sektor sind für Goldman Sachs die Erste Bank (Kursziel: 30,00 Euro; Einstufung: „Buy"), BBVA (10,00 Euro; „Buy") und vor allem eine französische Bank.
... and the winner is ...
Die Experten von Goldman Sachs sind vor allem von der Aktie von BNP Paribas überzeugt. Sie haben die Anteile des französischen Bankenriesen von „Buy" auf „Conviction Buy" hochgestuft. Das Kursziel wurde mit 55 Euro bestätigt. Glückt dem Kurs allerdings die Überwindung der Widerstände bei 36,40 und 37,20 Euro, könnte es relativ rasch nach oben gehen. Ein Einstieg könnte sich daher lohnen.
Bleiben Sie am Ball
DER AKTIONÄR hält weiterhin an seinen Einschätzungen zu Commerzbank (mehr unter: Mit Schwung über 2,00 Euro), Deutsche Bank (Die Spannung steigt) und Unicredit (Unicredit: Besser als die Commerzbank) fest. Auch die günstig bewertete Aktie von BNP Paribas bleibt ein Kauf. Das Kursziel lautet weiterhin 45,00 Euro, der Stopp sollte nun von 22,00 auf 26,00 Euro nachgezogen werden.