Andreas Deutsch
Nachdem der Goldpreis die Marke von 1.000 Dollar geknackt hat, sind sich die Experten einig: Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Doch wie sollten die Anleger am besten investieren? DER AKTIONÄR hat den Sektor unter die Lupe genommen und für Aktien-, Zertifikate-, Fonds- und ETF-Fans hochinteressante Investments entdeckt.
Nachdem der Goldpreis die Marke von 1.000 Dollar geknackt hat, sind sich die Experten einig: Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Doch wie sollten die Anleger am besten investieren? DER AKTIONÄR hat den Sektor unter die Lupe genommen und für Aktien-, Zertifikate-, Fonds- und ETF-Fans hochinteressante Investments entdeckt.
Es gibt viele Gründe, warum Gold weiter steigen wird. Zum Beispiel die Angst der Anleger vor Inflation. Darüber hinaus hat die chinesische Regierung laut Presseberichten der Bevölkerung empfohlen, in Gold und Silber zu investieren. Bei jeder Bank in China seien Goldbarren in den Einheiten 500 Gramm, ein, zwei und fünf Kilogramm zum Kauf erhältlich. Kaum vorzustellen, was es für den Goldpreis bedeuten würde, wenn nur ein Bruchteil der 1,3 Milliarden Chinesen Gold kaufen würde.
Glänzende Performance
Die Analysten der DZ Bank rechnen damit, dass sich der Goldpreis in den nächsten Wochen – auch technisch getrieben – dynamisch nach oben entwickeln wird. Die Marke von 1.200 Dollar könnte dann fallen. Andere Experten sehen – wie DER AKTIONÄR – das Kursziel für den Goldpreis bei 1.300 Dollar. Eine Möglichkeit, vom steigenden Goldpreis zu profitieren, ist der Kauf des Xetra-Gold ETC. Dieses Investment ist vergleichbar mit einem ETF. Xetra-Gold ist mit physischem Gold hinterlegt. Sämtliche Investitionen sind im Konkursfall der Emittentin, der Deutschen Börse, geschützt.

Echte Goldstücke
Nach wie vor kaufenswert ist der Turbo-Call mit der WKN TB2 0Q2 von HSBC Trinkaus. Der Schein, den DER AKTIONÄR am 3. September als Tipp des Tages empfohlen hat, notiert mittlerweile 26,3 Prozent im Plus. Der Stoppkurs sollte bei 5,60 Euro platziert werden.
Ebenfalls hochinteressant ist der Nestor Australien. Fondsmanager Wilhelm Schröder setzt den Fokus auf kleine bis mittelgroße Minenwerte vor allem aus dem Edelmetallsektor. Im laufenden Jahr liegt der Fonds mit 125 Prozent im Plus. Wegen seines spekulativen Charakters sollte der Nestor Australien nur beigemischt werden.
Schröder favorisiert derzeit die Aktie von Navigator. „Das Unternehmen ist zwar kein Produzent, ist aber im Besitz einer Mine namens Bronzewing“, so der Stratege. „Produktionsbeginn mit 100.000 Unzen ist Februar. Ab Juni 2010 wird ein zweites Projekt in Produktion gehen – mit 50.000 Unzen.“

Auch Oceana Gold hält Schröder für attraktiv. Das Unternehmen produziert aktuell 300.000 Unzen pro Jahr. „Wer meint, dass der Goldpreis auch längerfristig gute Chancen bietet, kann mit dieser Aktie viel Geld verdienen“, sagt er. „Mit dem Didipio-Projekt in den Philippinen, das wegen hoher Investitionskosten vor zwölf Monaten auf Eis gelegt wurde, könnte die Produktion noch einmal um 120.000 Unzen Gold und 20.000 Tonnen Kupfer pro Jahr gesteigert werden.“
