Fernsehen für die Massen
Die Nachfrage nach Satelliten nimmt immer stärker zu – sehr zur Freude von SES. Das Management weiß, wie man Aktionäre verwöhnt: Vor Kurzem hob der weltgrößte Satellitenbetreiber die Prognosen für den Umsatz und das operative Ergebnis an – zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten.
Die Nachfrage nach Satelliten nimmt immer stärker zu – sehr zur Freude von SES.
Das Management weiß, wie man Aktionäre verwöhnt: Vor Kurzem hob der weltgrößte Satellitenbetreiber die Prognosen für den Umsatz und das operative Ergebnis an – zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten. Die Folge: Die Aktie markierte mit 17,61 Euro ein neues 7-Jahres-Hoch.
Neue Angebote
Die Erlöse für 2007 sollen nun etwas stärker auf 1,59 bis 1,61 Milliarden Euro steigen. Das operative Ergebnis wird wohl auf 1,1 Milliarden Euro anwachsen. Darüber hinaus übertraf SES mit den Zahlen für das dritte Quartal klar die Schätzungen der Analysten: Das Nettoergebnis stieg um fünf Prozent auf 139 Millionen Euro, der Umsatz ging um 16 Prozent auf 406 Millionen Euro zurück. Allerdings hatten die Luxemburger ein Jahr zuvor hohe Sondererlöse verbucht.
„Die Nachfrage nach Satelliten steigt stetig“, erklärt Eric Beaudet, Analyst bei Natixis Securities. „Viele Medienkonzerne starten neue Angebote wie hochauflösendes HDTV, digitales Fernsehen und etliche neue Sender. Zudem hat SES erfolgreich die Kosten gesenkt.“ Beaudet stuft die SES-Aktie mit „Kaufen“ ein.
Expansion geht weiter
Die Luxemburger Gesellschaft profitiert nicht nur vom sprunghaften Anstieg digitaler Fernsehsender und -anschlüsse. Hohe Wachstumsraten wird SES aller Voraussicht nach mit Internetanschlüssen über die Satellitenschüsseln erzielen, da es in vielen Regionen – wie in Afrika – keine Festnetzanschlüsse gibt und so schnell auch nicht geben wird.
Auf der Prioritätenliste weit oben steht weiterhin auch die Expansion. Mit seiner neuen Betriebsplattform Entavio will SES den Schritt nach Osteuropa und Südafrika vollziehen, kündigte Ferdinand Kayser, Chef der SES-Tochter SES Astra, vor Kurzem im Interview mit der FTD an. Fernsehsender können Entavio nutzen, um ihr Programm kostenpflichtig abzurechnen. Entavio-Kunde in Deutschland ist etwa Premiere.
Zunehmend wichtiger für SES wird das Geschäft mit Dienstleistungen. Die SES-Tochter ND SatCom stellt spezielle Satelliten für Großkunden her – zum Beispiel für das Militär, Regierungen oder Telekomunternehmen. Auch Ölkonzerne gehören zum Kundenstamm von ND SatCom, weil sie mit ihren abgelegenen Bohrplattformen nur via Satellit kommunizieren können.
Fazit
60 Prozent Plus hat die SES-Aktie seit der Empfehlung des AKTIONÄRS im Sommer 2006 gemacht. Da die Aktie mit einem 2008er-KGV von 18 aber noch moderat bewertet ist, das Unternehmen über eine starke Marktposition verfügt und die Aussichten für die Branche rosig sind, hat das Papier definitiv noch Luft.
Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 48/2007.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Hochauflösendes Fernsehen wird immer beliebter. Auch der Satellitenbetreiber SES profitiert von Boom des HD-TVs. Die Plattform HD+ entpuppt sich immer stärker als Erfolgsmodell. Die Kundenzahl wächst rasant. Auch die Aktie des Mutterkonzerns SES dürfte daher wieder Vollgas geben....mehr |
Der führende europäische Satellitenbetreiber SES hat im ersten Jahr seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt, und das trotz der Abschaltung der analogen Sender in Deutschland. Erfreuliches liefert auch die Charttechnik, denn die Aktie der Astra-Mutter hat ein immenses Kaufsignal generiert....mehr |
Die Prior Börse freut sich über die Zahlen von Teleplan und rät erneut zum Einstieg. Platow Derivate geht von einer weiteren kleinen Herbstdepression beim DAX aus. Fuchs Kapitalanlagen sieht Chancen bei Eutelsat. Der BetaFaktor beschäftigt sich mit Escada und Arcandor. Trade24 setzt auf die Western Alliance Bancorp. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |






















