Facebook-Aktie im Sturzflug – wie schlimm wird es noch?
Wie befürchtet musste die Facebook-Aktie gestern kräftig Federn lassen. Der Titel brach am Ende um 6,3 Prozent ein. Der Hintergrund: Die ersten Altaktionäre dürfen ihre Anteile verkaufen. Doch das war erst der Anfang. Was droht den Anlegern?
Wie befürchtet ist die Facebook-Aktie gestern wie ein Stein gefallen. Am Ende des Tages stand ein Minus von 6,3 Prozent zu Buche. Die Aktie ist erst Mitte Mai unter gewaltigem Tamtam an die Börse gekommen - zu 38 Dollar das Stück. Im Hoch kostete der Titel 45 Dollar. Gestern war das Papier zweitweise für 19,69 Dollar zu haben - der absolute Tiefststand.
271 Millionen Aktien neu handelbar
Der Absturz kam nicht überraschend. Bislang waren lediglich 421 Millionen Facebook-Aktien frei handelbar. Am gestrigen Donnerstag ist allerdings die erste Lockup-Frist für 271 Millionen Facebook-Aktien abgelaufen. Mit anderen Worten: Die ersten Facebook-Altaktionäre können ihre Aktien verkaufen.
Aber es könnte noch schlimmer werden: In den kommenden neun Monaten könnten nämlich weitere Aktien den Markt überschwemmen. Insgesamt läuft die Lockup-Frist für 1,91 Milliarden Aktien aus. Das haben auch die Leerverkäufer längst erkannt. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge haben Spekulanten zuletzt 97 Millionen Facebook-Aktien leer verkauft. Im Vormonat waren es 63 Millionen.

Weiter abwarten
Ein Einstieg bei Facebook drängt sich derzeit nicht auf. Der Ablauf der Sperrfrist hat offenbar den einen oder anderen Altaktionär dazu bewogen, Kasse zu machen. Der Verkaufsdruck könnte noch andauern, zumal die Aktionäre der ersten Stunden noch immer dicke Gewinne in den Büchern stehen haben und angesichts des Kursverfalls ungeduldig werden könnten. Auf der anderen Seite ist ein Short Squeeze mit kurzfristig kräftig steigenden Kursen nicht auszuschließen. Die leer verkauften Aktien müssen schließlich irgendwann gekauft werden.
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