Facebook-Aktie auf Talfahrt: Zahlen und Gerüchte
Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook will offenbar Mitte 2013 sein erstes eigenes Handy auf den Markt bringen. Am Abend wird der Konzern außerdem erstmals seit dem Börsengang Quartalszahlen auf den Tisch legen. Die Ergebnisse des Spiele-Entwicklers Zynga geben Anlass zur Sorge.
Die Facebook-Aktie ist gestern nach Börsenschluss in New York massiv unter Druck geraten. Der Hintergrund: Der an die Börse "gehypte" Spiele-Entwickler Zynga hat miserable Zahlen gemeldet und frühere Prognosen kassiert. Die Aktie brach daraufhin um 40 Prozent ein.
Am Abend wird Facebook seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Analysten rechnen im Schnitt mit Erlösen von 1,16 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 0,11 Dollar pro Aktie.
Eigenes Handy?
Unterdessen wurde bekannt, dass Facebook offenbar Mitte 2013 sein erstes eigenes Handy auf dem Markt bringen will. Einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge arbeitet das weltgrößte Online-Netzwerk dafür mit dem Smartphone-Hersteller HTC zusammen. Ursprünglich sei die Markteinführung bereits Ende 2012 angepeilt gewesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der Termin sei jedoch unter Rücksicht auf andere HTC-Projekte verschoben worden. Zudem entwickele ein Team ehemaliger Apple -Programmierer eine neue Facebook-App für das iPhone.

Seit Monaten wird bereits über ein Facebook-Smartphone spekuliert. Für Facebook ist der Boom mobiler Geräte bisher ein Problem: Der Konzern zeigte seinen Nutzern auf den kleineren Smartphone-Bildschirmen bisher kaum Werbung. Dabei sind die Werbeerlöse die zentrale Einnahmequelle des Unternehmens.
Abwarten
Vor einem möglichen Einstieg bei Facebook sollten zumindest die heutigen Quartalszahlen abgewartet werden.
Mit Material von dpa-AFX
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