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Hier investiert Marc Faber

Andreas Deutsch

Vermögensverwalter Marc Faber ("Dr. Doom") ist eher bekannt für seine pessimistischen Äußerungen zu Wirtschaft und Börse. Jetzt hat Faber mit seiner eigenen Tradition gebrochen und Japan als Investmentregion gelobt. Auch seine Einschätzung zum amerikanischen Markt fällt für seine Verhältnisse positiv aus.

Faber, Herausgeber des Börsenbriefs "The Gloom, Boom & Doom" sagte auf dem CLSA Japan Forum in Tokio, die Bewertungen in Japan seien nicht zu hoch. "Der japanische Aktienmarkt ist eine antizyklische Investmentgelegenheit", so Faber. Zuletzt hätten die Investoren das Land der aufgehenden Sonne links gelassen. Für den US-Markt sieht Faber derzeit kein besonders großes Abwärtsrisiko. "Ich rechne damit, dass der Markt am Jahresende etwas unterhalb seines Niveaus vom Jahresbeginn stehen wird", so der Investor. Sollte der Dow Jones um 15 bis 20 Prozent und der S&P 500 in Richtung 900 Punkte fallen, wird es laut Faber "ein höheres Maß an Stimulierungen und geldpolitischen Lockerungen geben".

China, Gold, Agrarrohstoffe

Im Interview mit dem AKTIONÄR kritisierte Faber vor Kurzem die expansive Geldpolitik der USA. "Das wird dazu führen, dass das Staatsdefizit in den kommenden fünf bis zehn Jahren massiv steigen wird", so Faber.

Langfristig sehr gute Investmentchancen sieht Faber in China und Co. Er empfiehlt langfristig orientierten Anlegern, 50 Prozent des Kapitals in Schwellenländern zu investieren. Auch der Goldpreis sollte auf lange Sicht steigen.

Unter den Rohstoffen hält Faber derzeit auch viel von Nahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Sojabohnen. "Es kann dauern bis sie nennenswert zulegen, aber wenn man Zeit hat, sollte man auf Weizen, Mais, Sojabohnen setzen oder einen Bauernhof besitzen - auch das ist eine Methode, um an künftigen Preiserhöhungen von Nahrungsmitteln zu partizipieren", so Faber weiter.

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