Michael Herrmann
Der Euro gönnt sich zu Wochebeginn eine Auszeit. Fundamental dürften die Zentralbankpolitiken wieder in den Vordergrund rücken. Gold und Öl legen nach der starken Vorwoche ebenfalls eine Pause ein. Der börsentägliche Index-, Devisen-, Edelmetall- und Rohstoffcheck von DER AKTIONÄR.
Der Euro kämpft zu Begin der neuen Handelswoche um die Marke von 1,40 Dollar. Am Donnerstag notierte er zweitweise noch über 1,42 Dollar. Fundamental dürfte die europäische Schuldenkrise nun vermehrt in den Hintergrund rücken und stattdessen wieder die Leitzinspolitik der verschiedenen Notenbanken im Fokus stehen. Am Mittwochabend wird sich diesbezüglich die Fed äußern. Am Donnerstag folgt die EZB. Der Anfang Oktober gestartete Aufwärtstrend ist trotz der Korrektur intakt. Hält die Marke von 1,40 Dollar, dürfte der Euro in den kommenden Wochen das August-Hoch bei 1,4511 Dollar Angriff nehmen.
Goldpreis mit Rücksetzer
Auch der Goldpreis hat in der Vorwoche zugelegt. Dabei wurden wichtige Widerstände durchbrochen. Zu Wochenbeginn musste das Edelmetall jedoch einen Teil seiner Zugewinne wieder abgeben. Ein Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau im Bereich von 1.700 Dollar wäre durchaus trendkonform und würde das positive Chartbild bestätigen. Hält diese Marke sowie der mittelfristige Aufwärtstrends bleibt das Gesamtbild positiv.

Crashkurs Rohstoffe
Gold, Öl und nicht zuletzt Seltene Erden – mit Rohstoffen ließen sich in den vergangenen Jahren exorbitante Gewinne erzielen. Doch wie investieren Anleger am besten in Gold? Steigt der Ölpreis auf ein neues Allzeithoch? Und was genau versteckt sich hinter den heiß begehrten Seltenen Erden? Die Antwort finden Sie im Buch „Crashkurs Rohstoffe“. Leicht verständlich werden Anleger in die Welt der Rohstoffe eingeführt. Und ganz wichtig: Das Buch erklärt, wie Anleger dieses Wissen in bares Geld ummünzen können.
Alle weiteren Informationen und eine Leseprobe finden Sie hier.
Ausbruch aufgeschoben
Der Ölpreis hat die Kursgewinne im Zuge des EU-Gipfels am vergangenen Freitag bereits vollständig abgegeben. Neben dem stärkeren US-Dollar belasteten Sorgen über eine weiter nachlassende Rohöl-Nachfrage. Der Ausbruchsversuch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend wurde damit vorerst aufgeschoben. Wichtig ist nun, dass die Unterstützung bei 110 Dollar hält. Fällt sie, wartet die nächste Unterstützung bei 107,50 Dollar.