Michael Herrmann
Die erhoffte zur Normalität hat sich in Luft aufgelöst. Nach Ankündigung des griechischen Referendums ist der Euro abgestürzt. Die Ölinvestoren halten sich zurück. Gold legt erwartungemäß zu. Der börsentägliche Index-, Devisen-, Edelmetall- und Rohstoffcheck von DER AKTIONÄR.
Nur wenige Tage nach der Einigung auf einen Euro-Rettungsplan, hat Griechenlands Regierung bekanntgegeben, dass nun erst einmal das griechische Volk darüber abstimmen soll. Der Euro hat daraufhin zum Sinkflug angesetzt. Am vergangenen Donnerstag notierte er noch über 1,42 Dollar. Zu Wochenbeginn hielt er sich über 1,40 Dollar.
Sinkflug statt Stabilisierung
Nach der Ankündigung des griechischen Referdundums stürzte er dann zeitweise unter 1,37 Dollar. Das Chartbild hat sich dadurch drastisch verschlechtert. Die Unterstützung bei 1,40 Dollar ist gefallen. Der Anfang Oktober gestartete Aufwärtstrend ist nicht mehr intakt. Damit drohen weitere Abgaben bis in den Bereich von 1,35 Dollar.
Ölinvestoren halten sich zurück
Der Ölpreis präsentiert sich heute nahezu unverändert. Nach der Ankündigung des griechischen Referendums halten sich die Anleger weitestgehend zurück. Charttechnisch befindet sich der Ölpreis seit Frühjahr im Abwärtstrend. Aktuell verläuft dieser bei rund 114 Dollar. Eine wichtige Unterstützung liegt im Bereich von 107 Dollar. Fällt diese, drohen deutlichere Verluste.

Crashkurs Rohstoffe
Gold, Öl und nicht zuletzt Seltene Erden – mit Rohstoffen ließen sich in den vergangenen Jahren exorbitante Gewinne erzielen. Doch wie investieren Anleger am besten in Gold? Steigt der Ölpreis auf ein neues Allzeithoch? Und was genau versteckt sich hinter den heiß begehrten Seltenen Erden? Die Antwort finden Sie im Buch „Crashkurs Rohstoffe“. Leicht verständlich werden Anleger in die Welt der Rohstoffe eingeführt. Und ganz wichtig: Das Buch erklärt, wie Anleger dieses Wissen in bares Geld ummünzen können.
Alle weiteren Informationen und eine Leseprobe finden Sie hier.
Goldpreis in starker Verfassung
Ein Gewinner des angekündigten Referendums und der zurückgekehrten Verunsicherung der Investoren ist Gold. Trotz erstarkten Dollars notiert der Goldpreis durch diesen fundamentalen Rückenwind wieder über der wichtigen Marke von 1.700 Dollar. Der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt damit intakt. Damit präsentiert sich Gold auch aus charttechnischer Sicht in einer starken Verfassung.