Michael Herrmann
Der Euro hat euphorisch auf die Ergebnisse des europäischen Krisengipfels reagiert. Auch der Ölpreis kämpft sich allmählich nach oben. Gold hat eine Aufholjagd gestartet. Der börsentägliche Index-, Devisen-, Edelmetall- und Rohstoffcheck von DER AKTIONÄR.
Vor dem europäischen Krisengipfel schloss der Euro am Mittwoch knapp unterhalb von 1,39 Dollar. Am Donnerstag setzte er zu einer rasanten Rallye an. Das 7-Wochen-Hoch bei 1,3975 Dollar fiel rasch. In der Spitze notierte er gestern bei 1,4247 Dollar. Auf Schlusskursbasis sowie im frühen heutigen Handel kostete er allerdings wieder etwas weniger als 1,42 Dollar. Eine Atempause sollte nun zwar einkalkuliert werden, insgesamt bleiben die Chartampeln aber auf Grün. Fällt die Marke von 1,42 Dollar auf Schlusskursbasis, sind schnell Kurse von 1,45 Dollar möglich.
Ölpreis nimmt Abwärtstrend ins Visier
Auch der Ölpreis legte gestern deutlich zu. Die Beschlüsse des Krisengipfels wecken die Hoffnung, dass eine Konjunkturabschwächung ausbleibt. Der Ölpreis hat sich wieder an den seit Frühjahr intakten Abwärtstrend herangekämpft, der aktuell bei 114 Dollar verläuft. Fällt diese Marke wäre der Weg nach oben frei. Schietert der Ausbruchversuch, ist mit Tests der Unterstützungen bei 110 und 107,50 Dollar zu rechnen.

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Goldpreis startet Aufholjagd
Wie Eruo und Öl hat auch der Goldpreis zuletzt deutlich zugelegt. Der kurzfristigen Abwärtstrend sowie der Widerstand bei 1.700 Dollar sind bere3its überwunden. Das Edelmetall profitiert unter anderem vom schwächelnden Dollar. Auch die hohen Nachfrage der Zentralbanken wirkt stütztend. Bis Ende September hatten sie netto insgesamt 220 Tonnen Gold erworben. Das ist fast dreimal so viel wie im Vorjahr.