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Eine Frage der Kosten

Dieser Goldproduzent könnte das schaffen, was ihm keiner zugetraut hat. Die Aktie wäre dann ein ...»mehr
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Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 14)

Thorsten Küfner

2011 war ein nervenaufreibendes und am Ende sehr schwaches Börsenjahr: DAX, TecDAX und Co verbuchten teils deutliche Verluste. Nun fragen sich die Anleger: Welche Aktien sind interessant und haben das Potenzial, den Markt in den kommenden Monaten hinter sich zu lassen? In seiner Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.

Das Jahr 2011 war erneut ein sehr gutes Jahr für den Goldpreis - während es bei Aktien wieder relativ schlecht lief. Kein Wunder, dass viele Aktien von Minengesellschaften mit der Rallye des Edelmetalls nicht Schritt halten konnten. So gaben etwa die Anteile des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold im Jahresvergleich sogar leicht nach. Dabei läuft das Geschäft bei den Kanadiern, die auch über die weltweit größten Goldreserven verfügen, eigentlich rund.

Allerdings litt die Aktie unter der Übernahme des Kupferproduzenten Equinox. Der Deal kostete Barrick rund sieben Milliarden US-Dollar und machte den Konzern zudem etwas abhängiger von der Konjunktur. Da der Löwenanteil der Umsätze und des Gewinns allerdings auch in Zukunft mit der Goldförderung erzielt wird, dürfte Barrick auch im Falle einer deutlichen Abschwächung der Weltkonjunktur prächtig verdienen. Analysten rechnen mit einem Erlöszuwachs auf 17,9 Milliarden Dollar (im Vorjahr dürften es knapp 14,5 Milliarden Dollar gewesen sein). Der Gewinn soll sogar von 4,8 Milliarden Dollar auf 6,8 Milliarden Dollar klettern.

„Der Goldpreis hat noch eine Menge Potenzial"

Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärte Barrick-Gold-Chef Aaron Regent: „Der Goldpreis hat noch eine Menge Potenzial. Wir werden daher jede Unze fördern, die wir können." Er verweist darauf, dass auch die Notenbanken mittlerweile wieder Gold kaufen, nachdem sie jahrelang ihre Goldbestände verringert haben. Er betont allerdings auch, dass ein steigender US-Dollar den Goldpreis ebenso belasten dürfte wie eine starke Abschwächung der chinesischen Konjunktur. Barrick werde trotz 26 bereits bestehender Minen auch weiter expandieren und ständig nach weiteren Gelegenheiten suchen. Zuversichtlich stimmt ihn zudem das starke Margenwachstum. So steigen die Cashkosten deutlich langsamer als der Goldpreis.

Analystenliebling

Kein Wunder, dass auch die Analysten von der Barrick-Aktie überzeugt sind. Laut Bloomberg stufen von 27 Experten nur vier den Wert mit Halten beziehungsweise Neutral ein. Hingegen raten 23 Analysten zum Kauf der Titel, kein einziger rät zum Verkauf. Auch die Raiffeisen Centrobank betrachtet die Barrick-Aktie als attraktives Investment. Die Analysten loben die solide Bilanz, die starke Cash-Flow-Generierung und die beträchtlichen Goldreserven, die es den Kanadiern erlauben, vom hohen Goldpreis überdurchschnittlich zu profitieren. Für die Experten stellt Barrick eines der besten Basis-Investments dar.

Historisch billig

Der Branchenprimus Barrick Gold ist mit einem geografisch breit gestreuten Portfolio an bereits produzierenden Goldminen hervorragend aufgestellt. Mit einem 2012er-KGV von 9 und einem KBV von 2 ist die Aktie im historischen Vergleich enorm günstig bewertet und hat auch verglichen mit der Entwicklung des Goldpreises zudem reichlich Aufholpotenzial. Clevere Anleger sollten daher bei der Aktie von Barrick zugreifen. Das Kursziel lautet weiterhin 50,00 Euro, der Stopp sollte bei 29,50 Euro belassen werden.

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