Die Jagd nach dem schnellen Geld – jetzt einsteigen und mitverdienen
Die Kasino-Branche scheint keine Krise zu kennen: Auf der Jagd nach dem schnellen Reichtum zieht es immer mehr Menschen in die Spiel-Tempel. Kasino-Aktien stehen deshalb auch an der Börse hoch im Kurs.
"Rien ne va plus." Nach dieser Ansage des Croupiers geht nichts mehr. Die Kugel zieht ihre Kreise, während die Roulette-Scheibe gegen den Uhrzeigersinn läuft. Noch einige Runden, dann landet die Kugel auf der schwarzen 15. Glück für diejenigen, die auf die richtige Zahl gesetzt haben - ihr Einsatz wird versechsundreisigfacht. Kein Wunder, dass es angesichts der Aussicht auf den schnellen Reichtum immer mehr Menschen in die Glücksspiel-Tempel zieht. Einer Prognose von PricewaterhouseCoopers zufolge wird sich der weltweite Umsatz im Kasino-Glücksspielmarkt im Jahr 2015 auf rund 183 Milliarden Dollar belaufen - im Vergleich zu 2010 ein Plus von 55 Prozent. Wachstumstreiber ist insbesondere die Region Asien/Pazifik, die schon 2013 den US-Markt hinter sich lassen dürfte.
Las Vegas Sands: Coup in Spanien
Angesichts solcher Zahlen ist es keine Überraschung, dass immer mehr Mega-Resorts aus dem Boden gestampft werden. Und das nicht nur in Asien, wo Investoren mitunter auf den Philippinen, in Südkorea sowie in Russland milliardenschwere Kasino-Projekte planen. Auch das angeschlagene Euro-Mitgliedsland Spanien kann auf immense Investitionen hoffen.
Der amerikanische Kasino-Konzern Las Vegas Sands, der unter anderem in Las Vegas die Luxusresorts "The Venetian" und "The Palazzo" sowie in Macau und Singapur Kasinos betreibt, will nahe der spanischen Hauptstadt Madrid einen neuen Komplex errichten. Insgesamt sind sechs Kasinos und zwölf Hotels mit zusammen 36.000 Betten geplant. Die Investitionskosten: rund 18 Milliarden Euro. Noch sind wichtige Details über den möglichen Standort, weitere Partner und die Finanzierung nicht abschließend geklärt. Zudem wächst die Kritik an dem Megaprojekt in Spanien. Egal ob "Euro Vegas" nun in Spanien gebaut wird oder nicht, fest steht, dass es Konzernchef Sheldon Adelson ernst meint mit der Expansion seines Unternehmens: "Während der Prozess in Spanien vorangetrieben wird, halten wir Ausschau nach Möglichkeiten, speziell in Japan, Südkorea und Vietnam".
Die Börse scheint wieder an den Erfolg des Multi-Milliardärs Adelson zu glauben: Seit dem Tief Anfang 2009 hat sich der Aktienkurs von Las Vegas Sands mehr als verdreißigfacht. Die alten Höchststände aus dem Jahr 2007 liegen allerdings noch in weiter Ferne. Die Chancen stehen gut, dass die Aktie hier auf lange Sicht wieder anschließen kann.
Immerhin sind die Wachstumsaussichten hervorragend: So rechnen Analysten für die kommenden Jahre mit deutlichen Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn. Sind 2011 noch 9,4 Milliarden Dollar durch die Bücher geflossen, dürften es dieses Jahr bereits 11,2 Milliarden Dollar und 2013 12,8 Milliarden Dollar sein. Beim Gewinn ist dieses Jahr mit einem Sprung auf rund zwei Milliarden Dollar (plus 21 Prozent) und 2013 mit einem weiteren Anstieg auf 2,3 Milliarden Dollar zu rechnen. Spannend dürfte es auch heute noch einmal mit der Bekanntgabe der jüngsten Quartalsahlen werden.

Wynn Macau: China zockt
Während Las Vegas noch immer als das Glücksspiel-Eldorado schlechthin gilt, ist in Asien längst ein anderes Zocker-Paradies entstanden: Die Kasinos der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau setzen inzwischen mehr um als ihre Pendants in Las Vegas - und die Tendenz ist stark steigend. Einer der Profiteure dieser Entwicklung ist Wynn Macau. Die Tochter des US-Kasinoriesen Wynn Resorts ist der örtlichen Konkurrenz mit Blick auf die Auslastung der Zimmer und Profitabilität der Tische weit überlegen. Um die Stellung weiter auszubauen, hat Wynn Macau erst kürzlich mit den Bauarbeiten für einen neuen Kasino-Komplex in Macaus Cotai-Distrikt begonnen.
Die Investitionskosten von rund vier Milliarden Dollar dürften sich nach der vierjährigen Bauzeit schnell auszahlen. Dabei spielen dem Konzern die Entwicklungspläne der chinesischen Regierung für die nur 15 Minuten vom Cotai-Distrikt entfernte Insel Hengqin in die Hände: Auf dem 103 Quadratkilometer großen Areal sollen neun Themenparks, 13 Hotels, drei Golf-Resorts und zwei Yachthäfen entstehen und zahlungskräftige Touristen aus aller Welt anlocken.

Profitieren vom Glücksspiel-Boom
So verlockend die schnellen Gewinne in den Kasinos auch sein mögen: Am Ende gewinnt die Bank. Las Vegas Sands und Wynn Macau sind erste Wahl, um als Anleger davon zu profitieren.
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