Credit Suisse: Gewinn fast halbiert
Die Credit Suisse hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Franken erzielt. Damit verdienten die Schweizer allerdings knapp 45 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Was sind die Gründe für den dramatischen Gewinnrückgang?
Die Credit Suisse hat im Auftaktquartal 2011 einen Überschuss von 1,1 Milliarden Franken erzielt. Damit lag das Ergebnis der Schweizer rund 45 Prozent unter dem Vorjahreswert von knapp zwei Milliarden Franken. Darüber hinaus wurden die Analystenprognosen von durchschnittlich 1,3 Milliarden Franken verfehlt. Die Eigenkapitalrendite sank im Jahresvergleich von 22 auf 13,4 Prozent und lag damit unter den von Konzernchef Brady Dougan angepeilten 15 Prozent. Zur kompletten Unternehmensmeldung.
Licht und Schatten
Verantwortlich für den deutlichen Gewinnrückgang waren vor allem negative Einflüsse aus der Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten sowie die Abschwächung des US-Dollar und des Euro gegenüber dem Schweizer Franken. Besser als von Experten erwartet fiel indes mit 19,1 Milliarden Franken der Mittelzufluss aus. Zudem überzeugte auch das Abschneiden im Investmentbanking, das vor allem vom guten Anleihegeschäft profitierte.

Aktie bleibt ein Kauf
Anleger sollten den teilweise durch Sondereinflüsse bedingten Gewinnrückgang nicht überbewerten. Die Credit Suisse bleibt hervorragend aufgestellt, verfügt über eine sehr solide Bilanz (Kernkapitalquote 18,2 Prozent) und ist mit einem 2011er-KGV von 9 (2012er-KGV von 7) sowie einem KBV von 1,1 weiterhin günstig bewertet und für konservative Anleger nach wie vor ein klarer Kauf. Das Kursziel lautet 40,00 Euro, der Stopp sollte bei 23,50 Euro platziert werden.
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