Coca-Cola: Brutaler Absturz?
Den AKTIONÄR haben unzählige Leserbriefe erreicht. Der Tenor: Was ist los bei Coca-Cola? So hat dem einen oder anderen Anleger beim Blick auf den Kurs der Coca-Cola-Aktie der Atem gestockt. Kostete das Papier am Donnerstag noch fast 80 Dollar, war der Titel einen Tag später für die Hälfte zu haben. Was ist da los?
Die Aktie von Coca-Cola kennt seit Anfang 2009 nur eine Richtung: nach oben. Umso erstaunter dürfte der eine oder andere Anleger am Freitag beim Blick in das eigene Depot gewesen sein. So kostete das Papier am Donnerstag noch fast 80 Dollar. Einen Tag später war der Titel für die Hälfte zu haben.
Die Erklärung ist aber einfach. Die Aktie ist nicht etwa um 50 Prozent abgestürzt. Vielmehr hat das Unternehmen einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 durchgeführt. Das heißt, der Kurs hat sich optisch halbiert, die Aktienanzahl hat sich im Gegenzug aber verdoppelt.
Die Millionen-Aktie
Seit dem Listing 1919 war dies bereits der elfte Split. Wessen Großeltern damals 40 Dollar in eine Aktie des heute weltgrößten Softdrink-Herstellers investiert haben, kann heute 9.216 Coca-Cola-Aktien im Wert von rund 362.000 Dollar sein eigen nennen. Wurden die Dividenden jährlich in Coca-Cola reinvestiert, würde sich das Vermögen heute auf mehr als zehn Millionen Dollar belaufen.

Aktie bleibt ein Kauf
Konservativ orientierte Investoren tun es dem Milliardeninvestor Warren Buffett, der mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway 8,9 Prozent der Anteile hält, gleich und peppen ihr Depot mit einem ordentlichen Spritzer Coca-Cola auf.
Durch den nun erfolgten Aktiensplit dürfte sich die Liquidität des Titels weiter erhöhen, was positiv zu werten ist.

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