Alfred Maydorn
In China soll der Ausbau der Photovoltaik weitaus schneller vorangetrieben als bisher geplant. Bereits im Jahr 2020 sollen 50 Gigawatt Solarleistung installiert werden. Von diesem massiven Ausbau werden in erster Linie chinesische Solarfirmen profitieren. Wer sind die Favoriten?
Die chinesische Regierung tritt auf das Solar-Gaspeal. Bis zum Jahr 2020 wurde die Zielmarke jetzt um 150 Prozent angehoben. Statt bisher 20 Gigawatt soll die installierte Solarleistung in den kommenden neun Jahren nun auf bis zu 50 Gigawatt zulegen. Aktuell liegt die Gesamtleistung in China installierter Solarmodule bei gerade einmal einem Gigawatt.
Nach Wind kommt Solar
Bisher hat China vor allem auf Windenergie gesetzt, allein im vergangenen Jahr wurden Windräder mit einer Leistung von 15 Gigawatt aufgestellt. China ist der mit Abstand der größte Markt für Windkraftanlagen. Jetzt soll dieser Erfolg im Solarbereich wiederholt werden.
Vom neuen Solarboom in China dürften vor allem die chinesischen Modulhersteller profitieren. Einige Experten befürchten bereits, dass es in Anbetracht einer extrem schnell anwachsenden Nachfrage nach Solarmodulen zu Engpässen kommen könnte. Gute Nachrichten für die chinesischen Modulhersteller, die derzeit unter einer abflauenden Nachfrage in Europa leiden.
Attraktive Bewertungen
Die chinesischen Solaraktien sind derzeit mit KGVs zwischen 4 und 8 historisch niedrig bewertet. Viele Unternehmen, allen voran Trina Solar und JinkoSolar, haben zuletzt gute Ergebnisse vorgelegt und ihren Ausblick für 2011 bestätigt. Vor dem Hintergrund der verbesserten Perspektiven in China verfügen einige Titel über ein enormes Kurspotenzial.
Topfavorit JinkoSolar
DER AKTIONÄR empfiehlt insbesondere die Aktie von JinkoSolar zum Kauf, die mit einem KGV von 4 bei einem Wachstum von über 100 Prozent sehr attraktiv bewertet ist. Aber auch Investments in Trina Solar (KGV 6) oder Yingli Green Energy (KGV 7) bieten sich auf dem aktuellen Niveau an. Bei Renesola sollte indes abgewartet werden. Die zuletzt vorgelegten Zahlen für das erste Quartal waren enttäuschend, der Ausblick schwach.
