Celesio und SAF-Holland im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II
Die Prior Börse setzt auch wegen der Familie Haniel auf Celesio. Fuchs Kapitalanlagen erklärt: SAF-Holland ist wieder auf der richtigen Spur zum Kursanstieg. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse erinnern an die Übernahme des Vorstandsvorsitzes von Celesio durch Markus Pinger im August vergangenen Jahres. Pinger möchte sich auf die Stärken des Pharma-Großhandelskonzerns konzentrieren. Nach Managementwechseln, Wertberichtigungen, Gewinnwarnungen und Kursabstürzen soll Celesio nun den Umschwung mit der Konzentration auf das Kerngeschäft, organischem Wachstum sowie der Erschließung und dem weiteren Ausbau von Wachstumsmärkten gelingen. Pinger erwartet die besten Chancen und höchsten Gewinnspannen in Lateinamerika und dem Nahen Osten, weil die Märkte dort noch nicht so weit entwickelt sind wie in den Industriestaaten. Dagegen möchte Pinger Randaktivitäten von Celesio zügig verkaufen; dazu gehört auch die Online-Apotheke Doc-Morris. Trotz des Margendrucks in der Pharmabranche kann Celesio mittelfristig Rekordgewinne erwirtschaften. Selbst wenn das Unternehmen im nächsten Jahr nur 265 Millionen Euro, also soviel wie im vorvergangenen Jahr 2010, verdienen würde, beliefe sich das KGV nur auf 9. Die Experten setzen zudem auf den Großaktionär, die Duisburger Industriellen-Familie Haniel, welche über die Franz Haniel & Cie. GmbH 55 Prozent an Celesio hält. Sie schreiben: "Die Familie ist ein Erfolgsgarant. Dieser Aktionär wird die Firma nicht im Stich lassen. Schon aus ureigenem Interesse." Das Kursziel beträgt 19 Euro.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten 6.000 Anteile von Evotec, ihre 200 Aktien von Continental und ihre 6.700 Titel von IVG Immobilien wohl jeweils mit Verlust ausbuchen. Dafür möchten sie Papiere der Commerzbank, von Zooplus und der Ströer Out-of-Home Media AG einbuchen.

Fuchs Kapitalanlagen: Auf Achse zum Kursanstieg
SAF-Holland gehört zu den wenigen weltweit tätigen Zulieferbetrieben für die Lkw-Industrie. Das Unternehmen entstand im Jahr 2006 aus dem Zusammenschluss der deutschen Otto Sauer Achsen-Fabrik und der US-amerikanischen Holland Group. Der nun in Luxemburg ansässige Konzern erlöste zuletzt 830 Millionen Euro und spezialisierte sich auf den Unterbau großer Fahrzeuge. Seit den Rezessionsjahren 2008/09 arbeitet sich das Unternehmen langsam aber stetig nach oben. Der Aufwärtstrend könnte sich nun beschleunigen. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres verdiente SAF-Holland 0,19 Euro je Aktie. Das sind 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wenn das Unternehmen diese Gewinnhöhe halten kann, beliefe sich das KGV auf nur 8. Da der US-Markt für Nutzfahrzeuge einen großen Nachholbedarf hat und SAF-Holland dort präsent ist, dürfte der Konzern von einer Auflösung des Investitionsstaus profitieren. Zudem sollte das Unternehmen in Schwellenländern wachsen. Der Vorstand gab als mittelfristiges Umsatzziel mehr als eine Milliarde Euro aus. Die EBIT-Marge soll dann zehn Prozent betragen. Der derzeitige Börsenwert beträgt dagegen nur 216 Millionen Euro. Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erklären: Kurz- und mittelfristig dürfte die Aktie vom wiedererwachten Konjunkturoptimismus profitieren. Trüben sich die Wirtschaftsaussichten ein, sollte die Aktie allerdings auch schnell wieder verkauft werden. Das Kursziel beträgt 6,94 Euro und der Stopp-Loss sollte bei 4,45 Euro platziert werden.
Änderung im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 100 Anleihen von Portugal (WKN A1A TN7) zu 80,74 Euro eingebucht.
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