Carrefour und K+S im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Der Aktionärsbrief rät risikobereiten Anlegern zum Einkauf bei Carrefour. Börse Online hat die unsichere Zukunft im Blick und rät deshalb zu einem Zertifikat auf K+S. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Aktionärsbriefes erklären, seit Mai ist Georges Plassat der neue Vorstandsvorsitzende von Carrefour. Er hat nun Details bekanntgegeben, wie er den weltweit zweitgrößten Einzelhandelskonzern hinter Wal-Mart wieder erfolgreich machen möchte. In den vergangenen zwei Jahren hat das französische Unternehmen schließlich fünf Gewinnwarnungen herausgegeben. Plassat will in drei Jahren Kosten und Schulden senken und gibt dazu den einzelnen Filialleitern mehr Freiheiten. Die Kernmärkte sind Frankreich, Brasilien und China. Das Engagement in Polen, der Türkei und Indonesien wird geprüft und aus Griechenland und Singapur zieht sich Carrefour zurück. Charttechnisch hat die Notierung bei 13 bis 14 Euro einen Boden gebildet. Risikobereite Anleger sollten auf den Turn-around spekulieren.
Änderungen in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 5.000 Anteile von Vivacon zu 0,85 Euro eingebucht und bei 0,65 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 500 Aktien der Computer Modelling Group aufnehmen.

Börse Online: Besser ist Bonus
Derzeit klagen US-Landwirte über die schlimmste Dürre seit 50 Jahren. Die Preise für Agrarrohstoffe steigen extrem. Die Experten von Börse Online erklären: Landwirte versuchen ihre Erträge zu verbessern und fragen deshalb nach Düngemitteln auch von K+S nach. Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner erwartet eine weiter robuste Nachfrage und zeigt sich zuversichtlich, dass sein Unternehmen damit die Ergebnisrückgänge eines witterungsbedingt schwächeren Salzgeschäfts ausgleichen kann. Im zweiten Quartal 2012 haben Umsatz und Ergebnis bereits deutlich zugelegt. Wer bei K+S einsteigen möchte und dennoch angesichts der unsicheren Börsenlage eine gewisse Absicherung sucht, sollte das am 26. Juni 2013 fällige Bonuszertifikat (WKN AA5 HP6) der Royal Bank of Scotland auf K+S kaufen. Die Bank zahlt mindestens 44 Euro zurück, wenn der Aktienkurs während der Laufzeit nicht auf 30,50 Euro sinkt. Das entspräche einer Rendite von mindestens 8,8 Prozent beziehungsweise 11,1 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Der Stoppkurs sollte bei 33,80 Euro gesetzt werden.
Änderungen in Musterdepots von Börse Online:
Stefan Otto, Betreuer des Nebenwerte-Musterportfolios, hat 2.000 Anteile von Nanofocus zu drei Euro eingebucht und bei 2,30 Euro abgesichert.
Daniel Saurenz, zuständig für das Zertifikate-Musterdepot, hat seine 1.200 Discount-Zertifikate (WKN BP2 GA8) auf Daimler und seine 1.300 Discount-Zertifikate (WKN BP3 81A) auf Metro wohl jeweils mit einem Gewinn von 20 Prozent sowie seine 550 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 UVR) auf Infineon Technologies mit sieben Prozent Verlust ausgebucht. Dafür hat er 1.250 Call-Optionsscheine (WKN CK9 BDW) auf den DAX zu 3,62 Euro eingebucht sowie 650 Index-Zertifikate (WKN DB0 GSY) auf den FTSE MIB zu 15,25 Euro.
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