Marion Schlegel
Die im SDAX gelistete C.A.T. Oil hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Allerdings war der Gewinn deutlich rückläufig. Grund sind Investitionen in ein neues Geschäftsfeld, von dem sich der Öl- und Gasfelddienstleister einiges verspricht.
Der Öl- und Gasfelddienstleister C.A.T. Oil hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Anzahl der durchgeführten Aufträge sowie den Umsatz deutlich gesteigert. Demnach kletterte die Zahl der Jobs um 24,6 Prozent auf 770 und damit auf einen neuen Rekordstand. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 29 Prozent auf 61,0 Millionen Euro. Positiv wirkten sich die guten makroökonomischen Rahmenbedingungen, eine höhere Kundennachfrage und mildere Wintertemperaturen aus.
Neues Geschäftsfeld im Mittelpunkt
Auf der Ergebnisseite musste die Gesellschaft jedoch Einbußen hinnehmen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) fiel um 4,4 Prozent auf 8,7 Millionen Euro. Das EBIT belief sich auf 0,5 Millionen Euro, nach 1,1 Millionen Euro im Vorjahr. Grund für das rückläufige Ergebnis war insbesondere die Kostenseite, die aufgrund von Investitionen in das neue Geschäftsfeld "Conventional Drilling" (konventionelles Bohren) deutlich höher ausfiel. Insgesamt stiegen die Umsatzkosten um 33,1 Prozent auf 55,5 Millionen Euro. Von dem neuen Geschäftsfeld verspricht sich C.A.T. Oil höhere Renditen. Der Vorstandsvorsitzende Manfred Kastner erklärte: "Die Zeiten des leicht zugänglichen Erdöls sind vorbei. Mehr denn je stellen effiziente Methoden zur Erschließung von Quellen und zur Stimulierung der Förderung entscheidende Erfolgsfaktoren dar. Mit unserem erweiterten Geschäft sind wir in einer noch besseren Position, die erforderlichen Dienstleistungen anzubieten und Ertragswachstum zu schaffen."
Gleichzeitig bestätige das Unternehmen den Ausblick für das Gesamtjahr 2011. Demnach erwartet C.A.T. Oil Umsatzerlöse, die das gegenwärtige Orderbuchniveau von 230 Millionen Euro übersteigen. Die Marge soll dabei im Bereich der des Vorjahres von 24,7 Prozent liegen.
Seitwärtstrend intakt
Auf den Aktienkurs hatte die Veröffentlichung des Quartalsergebnisses allerdings nur wenig Einfluss. Das Papier verlor in der Folge leicht auf zuletzt 7,45 Euro. Aus charttechnischer Sicht würde erst durch den Ausbruch aus dem seit Monaten andauernden Seitwärtstrend ein Kaufsignal generiert. Bestehende Positionen sollten mit einem Stopp bei 6,10 Euro abgesichert werden.