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BP-Aktie richtungslos: Chef Hayward vor Rücktritt

Leon Müller

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BP kommt nicht zur Ruhe. Um die Kosten der Ölpest zu finanzieren, trennt sich der Konzern nun von Unternehmensteilen. Die Briten verkaufen Öl- und Gas-Anlagen im Wert von bis zu zehn Milliarden Dollar. Unterdessen bahnt sich auch eine personelle Trennung an: Einem Pressebericht zufolge steht Konzernchef Tony Hayward vor dem Rücktritt.

Das war's dann. Binnen zehn Wochen wird BP-Chef Tony Hayward sein Amt niederlegen. Das zumindest berichtet die britische Zeitung "The Times" und beruft sich dabei auf dem Unternehmen nahestehende Kreise. Auch sein Nachfolger stehe schon fest: Der mit den Sicherungsarbeiten im Golf von Mexiko betraute Robert Dudley. BP indes will davon nichts wissen, hat einen möglichen Rücktritt Haywards, der wegen der Katastrophe infolge der Explosion der Öl-Plattform Deepwater Horizon im April diesen Jahres immer wieder in Kritik geraten ist, prompt dementiert. "Er hat die volle Unterstützung des Verwaltungsrates und wird im Amt bleiben", sagte ein BP-Sprecher. Unterdessen versucht BP frische Mittel aufzutreiben, um die Kosten der Ölpest finanzieren zu können. Aber bringt das auch die dringend benötigten Aufwärtsimpulse für die Aktie?

Zehn Milliarden Dollar sollen eingesammelt werden

Rund um den Globus stehen Vermögenswerte von BP zum Verkauf. Am Dienstag gaben die Briten bekannt, sich von Öl- und Gas-Anlagen in Texas im Wert von sieben Milliarden Dollar zu trennen. Käufer ist Apache. BP erhält im Zuge der Transaktion am 30. Juli Bareinlagen in Höhe von fünf Milliarden Dollar. Darüber hinaus stehen auch Geschäftsfelder in Vietnam sowie in Pakistan zum Verkauf. Ihr Wert: 1,7 Milliarden Dollar. Damit kommen die Briten ihrem Ziel, Unternehmensteile im Wert von zehn Milliarden Dollar abzustoßen, ein großes Stück näher.

BP-Aktie ohne klare Richtung

Während BP mit dem Verkauf von Unternehmensteilen und Gerüchten um den Rücktritt von Konzernchef Tony Hayward ununterbrochen für Schlagzeilen sorgt, lässt die Aktie des britischen Ölmultis keine klare Richtung erkennen. Anleger halten sich auch weiterhin von dem Titel fern. Das Risiko überwiegt derzeit noch die Chance.

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