Der Energieriese BP hat im dritten Quartal prächtig verdient. Nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 1,79 Milliarden Dollar erzielt worden war, waren es nun 4,91 Milliarden Dollar. Indes soll der Konzernumbau weiter forciert werden. Ist die Aktie jetzt ein Kauf?
BP kann mit dem Verlauf des dritten Quartals zufrieden sein. Der britische Energieriese steigerte den Nettogewinn von 1,79 auf 4,91 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal litt der Konzern allerdings noch unter den Folgen des Untergangs der Deepwater Horizon. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank wegen der geringeren Förderung im Zuge des Verkaufs zahlreicher Projekte von 5,5 auf 5,3 Milliarden Dollar. Die Quartalsdividende wurde auf 0,07 Dollar je Anteilschein festgesetzt. Zur kompletten Unternehmensmeldung.
Dudley will weiter verkaufen
BP-Chef Bob Dudley zeigte sich mit dem Verlauf der vergangenen Monate zufrieden. Er kündigte darüber hinaus an, sich weiter von weniger profitablen Bereichen zu trennen. Das Verkaufsvolumen der Unternehmensteile, von denen sich die Briten nach der Katastrophe im Golf von Mexiko getrennt haben, soll auf 45 Milliarden Dollar ausgeweitet werden. Anders als zu Beginn der Verkaufsaktion will BP mit dem eingenommenen Geld nun jedoch verstärkt in attraktive Projekte investieren. Zuvor wurde ein Großteil der Verkaufserlöse zur Beseitigung der Ölschäden sowie zur Zahlung von Schadenersatz verwendet. Dieses Kapitel will Dudley bald abschließen.
Ein wahres Schnäppchen
Zwar könnte es noch zu der ein oder anderen weiteren Belastung durch die Katastrophe im Golf von Mexiko kommen, angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus sollte dies bei BP mittlerweile eingepreist sein. Die Aktie des breit aufgestellten Öl- und Gasförderers notiert nur knapp über dem Buchwert und weist ein KGV von gerade einmal 6 auf. Langfristig orientierte Anleger können das aktuell günstige Niveau zum Einstieg nutzen. Der Stopp sollte bei 3,50 Euro platziert werden.
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