Werner Sperber
Platow Emerging Markets geht davon aus, dass ein Pharma-Investment nur etwas für Anleger mit starken Nerven ist und empfiehlt dennoch TEVA Pharmaceuticals zum Kauf. Aktien-Strategie hält langfristig sogar eine Kurssteigerung von 250 Prozent für die Aktie von QSC für möglich. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Emerging Markets erklären: Pharma ist nichts für schwache Nerven. Bislang galten die Aktien von Pharmaunternehmen als Cashflow starke und damit defensiv. Nun zeigt sich, dass die von den Politikern beschlossenen Sparrunden für die Gesundheitsausgaben ihre Spuren in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzerne hinterlassen. TEVA Pharmaceuticals, der weltgrößte Hersteller von Nachahmer-Medikamenten, kann sich nicht mehr auf das US-Geschäft als Wachstumsmotor verlassen. Das lässt sich an den schwachen Zahlen des israelischen Konzerns für das dritte Quartal 2011 ablesen. Zudem senkte der Vorstand die Prognose für das laufende Gesamtjahr. Nun dürfte TEVA nur mehr 18,3 bis 18,6 Milliarden Dollar umsetzen und 4,92 bis 5,02 Dollar je Aktie verdienen. Das Management hält allerdings am Ziel fest, bis zum Jahr 2015 einen Erlös von 31 Milliarden Dollar aus dem bestehenden Produktportfolio zu erreichen. Größere Zukäufe seien dafür nicht mehr nötig. Dafür könnte der Konzern unter Umständen die Dividende erhöhen und/oder eigene Aktien zurückkaufen. Analysten versprechen sich zudem Wachstum durch die Einführung des Schizophrenie-Medikaments Zyprexa. Die Patent-Situation beim Blockbuster Copaxone gegen Multible Sklerose ist dagegen weiterhin ein starker Unsicherheitsfaktor. Aufgrund der günstigen Bewertung mit einem KGV von weniger als 8 für das Jahr 2012 sollten risikobereite Anleger dennoch jetzt und gegebenenfalls bei einem Rücksetzer bis zu Kursen von 28 Euro einsteigen und den Stoppkurs bei 23,25 Euro setzen.
Änderungen im Musterdepot von Platow Emerging Markets:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 21.000 Aktien von Xinyi Glass zu 0,45 Euro aufgenommen (Stoppkurs bei 0,34 Euro), zudem 985 Anteile an dem börsennotierten Fonds (ETF; WKN LYX 0BA) auf den Index MSCI India zu 10,12 Euro (Stoppkurs bei 7,85 Euro) und 1.120 Titel der MTN Group zu 12,69 Euro (Stoppkurs bei zehn Euro). Nun möchten sie noch 560 Papiere von Newcrest Mining zu höchstens 25 Euro einbuchen und bei 20 Euro absichern.
Aktien-Strategie: 250-Prozent-Chance QSC
Die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres belegen: QSC ist weiter auf Kurs. Da Unternehmen nicht auf Telekom- und IT-Dienste verzichten können, ist das Geschäft von QSC zudem wenig zyklisch. So sehen es die Experten von Aktien-Strategie. Der Telekommunikations-Anbieter setzte mit Hilfe der zugekauften Firmen 355 Millionen Euro um. Das sind zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis legte um 44 Prozent auf 22,5 Millionen Euro zu. Der Vorstand prognostiziert bis zum Jahr 2016 Erlöse von bis zu einer Milliarde Euro, bei einer EBITDA-Marge von 25 Prozent. Der "faire Wert" der Aktie würde dann rund acht Euro betragen. QSC bleibt damit ein gutes Langfrist-Investment. Das Kursziel beträgt zunächst drei Euro und der Stoppkurs sollte bei 1,84 Euro gesetzt werden.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 1.800 Anteile von United Power Technology zu höchstens 4,87 Euro aufnehmen.
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