Börsenwelt Presseschau II: Priceline.com und die Deutsche Lufthansa unter der Lupe
Der Aktionärsbrief kürt Priceline.com zum "Bullen der Woche". Die Prior Börse möchte mit der Deutschen Lufthansa abheben. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Aktionärsbriefes erklären, Priceline.com ist der weltweit führende Online-Reiseanbieter und nun auch noch der "Bulle der Woche". Mittlerweile bietet der US-Konzern seinen Vermittlungsdienst für Reisen in 40 Sprachen und in rund 100 Ländern in Nordamerika, Europa, Asien, Afrika und dem Nahen Osten an. Das Wachstum ist atemberaubend. Der Umsatz stieg vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2011 um 132 Prozent auf 4,36 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie dürfte, ausgehend vom Jahr 2008, im Jahr 2013 um 678 Prozent auf 39,70 Dollar gestiegen sein. Der Barbestand erreichte jüngst 2,7 Milliarden Dollar. Die Eigenkapitalquote des bankschuldenfreien Unternehmens belief sich auf 65 Prozent, die Eigenkapitalrendite auf 48 Prozent und die Netto-Gewinnspanne auf 23 Prozent. Da langfristig die weltweite Mittelschicht mehr für Reisen ausgeben und derzeit erst ein Drittel der Reisen im Internet gebucht würden, ist von weiterem Wachstum für Priceline.com auszugehen. Angesichts dieses Wachstums ist die Bewertung mit einem KGV von 21 für dieses und 17 für nächstes Jahr zu gerechtfertigt. Anleger sollten jetzt eine erste Position eingehen und bei einer anhaltenden Korrektur bei 550 Dollar nachkaufen. Das Kursziel auf Sicht von eineinhalb Jahren beträgt 900 Dollar. Investoren die noch mehr Risiko eingehen möchten, sollten den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE8 91C) der Deutschen Bank auf Priceline.com kaufen und ihr Engagement bei 14,50 Euro absichern. Der Schein ist mit einer Basis bei 456,04 Dollar, einer Totalverlustschwelle bei 500,75 Dollar und einem Hebel von derzeit 3,1 ausgestattet.
Änderungen in Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio möchten 250 Anteile von 2G Energy einbuchen.
Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben 70 Anteile von Fresenius zu 80,34 Euro aufgenommen und 100 Aktien von Fresenius Medical Care zu 52,97 Euro.

Die Prior Börse: Die Deutsche Lufthansa bietet wieder die Chance des Jahrzehnts
In den vergangenen zehn Jahren brach der Aktienkurs der Deutschen Lufthansa dreimal auf rund acht Euro ein. Das war im Jahr 2003, im Jahr 2009 und im laufenden Jahr. Da sich die Notierung in den beiden ersten Fällen jeweils zügig wieder erholt hatte, erwarten die Experten der Prior Börse auch diesmal eine ansehnliche Erholungsrallye. Zwar gibt es Probleme aufgrund der sich abkühlenden Wirtschaftsleistung und dem deswegen wohl anhaltend schwachen Frachtgeschäft. Allerdings steuert Vorstandsvorsitzender Christoph Franz gegen, indem er Frachtflugzeuge zwischenzeitlich nicht mehr nutzt und verlustträchtige Firmenteile verkauft. Mit dem Sparprogramm "Score" sollen die Kosten ab dem Jahr 2015 um 1,5 Milliarden Euro pro anno gesenkt werden. Gleichzeitig investiert die größte deutsche Fluggesellschaft wie nie zuvor, um sich auf den immer stärkeren Wettbewerb vorzubereiten: Vorstandschef Franz bestellte 168 neue Flugzeuge im Wert von bis zu 17 Milliarden Euro und möchte 100 weitere Maschinen umrüsten, was zusätzlich drei Milliarden Euro kostet. Franz erwartet eine harte Konsolidierung in der Branche mit mehr Firmenzusammenschlüssen und Firmenpleiten. Das wiederum würde die Deutsche Lufthansa stärken. Im ersten Quartal des laufenden Jahres erlöste das Unternehmen den Rekordumsatz von 6,6 Milliarden Euro. Vor allem aufgrund des hohen Kerosinpreises belief sich das operative Ergebnis aber auf minus 380 Millionen Euro. Zwar dürfte sich das Konzernergebnis nur langsam erholen, im Aktienkurs sind allerdings "nahezu alle" Negativ-Meldungen berücksichtigt. Die Experten schätzen den Gewinn für das Jahr 2014 auf 550 Millionen Euro, was einem KGV von 7 entspräche. Zudem beträgt die Dividendenrendite zwischen zwei und drei Prozent.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben 1.200 Anteile von Cancom zu 14,34 Euro eingebucht und 300 Vorzugsaktien von Sartorius zu 54,23 Euro.
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