Werner Sperber
Der Austria Börsenbrief Rohstoffe spekuliert auf ein Übernahmeangebot für Perseus Mining. Börse Online hofft auf die zweite Luft bei Sky Deutschland. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes Rohstoffe erinnern daran, dass das australische Unternehmen Perseus Mining im vierten Quartal 2011 die measured and indicated Resources (höchste Stufen bei den Ressourcen) für die ghanaische Mine Edikan (Edikan Gold Mine, EGM) um 22 Prozent auf 954.000 Feinunzen Gold (31,1 Gramm) erhöht hat. Insgesamt verfügt Perseus damit über 7,915 Millionen Unzen an Ressourcen, wobei 3,471 Millionen Unzen als Reserven gelten (2,945 Millionen Unzen aus EGM und 526.000 Unzen aus der Liegenschaft Tengrela in der Elfenbeinküste). Der Vorstand prognostiziert für das laufende Jahr eine Fördermenge aus EGM von 143.000 Unzen zu Kosten von 740 Dollar je Unze. Im Jahr 2013 soll die Produktionsmenge 243.000 Unzen betragen und die Förderkosten auf 607 Dollar pro Feinunze sinken. In Tengrela ist der Baubeginn für die Förderanlagen für dieses Jahr geplant und im größten Projekt darin, dem Projekt Sissingué, soll ab dem nächsten Jahr gefördert werden. Perseus Mining dürfte innerhalb der nächsten zwei Jahre den Nachweis bringen, zehn Millionen Unzen Gold als Ressourcen zu besitzen. Spätestens dann müsse Perseus ein Übernahmeangebot erhalten. Die Analysten von Dundee Capital schätzen den Gewinn je Aktie für dieses Jahr auf 0,21 Kanadische Dollar und für nächstes auf 0,36 Kanadische Dollar. Damit wäre das KGV einstellig. Der Nettoinventarwert je Aktie soll 5,33 Kanadische Dollar betragen. Vor diesem Hintergrund geben die Analysten das Kursziel mit fünf Kanadischen Dollar an und die Experten des Börsenbriefes mit 5,00 bis 5,50 Kanadische Dollar.

Der Aktionärsbrief: Ohne Fallschirm in den Himmel von Sky
Sky Deutschland hat für das vergangene Jahr netto 359.000 neue Kunden ausgewiesen und damit so viel wie noch nie in der Firmengeschichte. Die Experten des Aktionärsbriefes verweisen allerdings darauf, dass das Unternehmen sich bezüglich der Konditionen als sehr kulant zeigt, wenn es darum geht, neue Kunden zu gewinnen und alte zu behalten. Deshalb muss sich zum einen erst erweisen, wie nachhaltig der überraschend hohe Zuwachs an Neukunden ist. Zum anderen ist es deshalb auch enorm unsicher, ob Sky Deutschland im nächsten Jahr tatsächlich die angekündigte Trendwende zu einem operativen Gewinn erreicht. Um weiteres Wachstum zu finanzieren, möchte der Vorstand 300 Millionen Euro an frischem Geld, wobei Großaktionär Rupert Murdoch beziehungsweise die News Corp. diesen Ertrag aus der erneuten Finanzierungsrunde garantiert. Allerdings möchte Murdoch den aktuellen Anteil von 49,9 Prozent nicht ausbauen, da er Sky Deutschland ansonsten in den Büchern der News Corp. konsolidieren müsste. Trotz all der Unsicherheiten sollten risikobereite Anleger einsteigen und dazu versuchen, mit einem Kauflimit bei 2,18 Euro zum Zug zu kommen.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio möchten ihre Positionen bei Seven Principles, bei den Vorzugsaktien von KSB und bei der Dr. Hönle AG ausbauen und 1.000 beziehungsweise zehn respektive 300 weitere Titel einbuchen. Zudem beabsichtigen sie 900 Anteile von Dundee Precious Metals aufzunehmen.
Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben ihre 150 Anleihen (WKN A0T 51K) der Fresenius SE mit einem Kursgewinn von elf Prozent zu 115,55 Prozent ausgebucht. Einschließlich der Zinserträge beträgt der Gewinn seit der Aufnahme der Anleihen sogar 36 Prozent. Nun sollen die 100 Anteile am börsennotierten Indexfonds (ETF; WKN LYX 0FW) Bund Short ausgebucht und durch 150 Aktien von Anglogold Ashanti ersetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Prior Global:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten ihre 500 Anteile von Ariba wohl mit Verlust ausbuchen und dafür 300 Aktien der Swatch Group aufnehmen.
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